Die Berliner städtischen Wohnungsbaugesellschaften befinden sich in keiner wirtschaftlichen Schieflage. Das sagte Ludwig Burkardt – Vorstandsmitglied des Verbandes Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen (BBU) – in einer Erklärung zu entsprechenden Berichten in der Berliner Morgenpost und in der Welt.
Die derzeitige wirtschaftliche Situation sei insbesondere der in den 90er Jahren politisch gewollten starken Neubautätigkeit und Modernisierungstätigkeit im Ostberliner Wohnungsbestand geschuldet. Diese seien, wie in der Immobilienwirtschaft üblich, in hohem Maße mit Krediten finanziert worden. In keinem Fall sei es bisher bei der Bedienung dieser Kredite zu Schwierigkeiten gekommen. Solche seien auch für die Zukunft nicht zu erwarten. Für die wirtschaftliche Stärke der Gesellschaften spreche, dass sie diese Kredite nicht nur regulär bedienen, sondern sogar beschleunigt tilgen würden. Für diese Stärke spreche auch, dass die Gesellschaften in den neunziger Jahren insgesamt 1,6 Milliarden Euro an besonderen finanziellen Leistungen für die Sanierung des Berliner Haushaltes erbracht hätten. Darüber hinaus wären die städtischen Wohnungsbaugesellschaften in der Lage, für das Land Berlin zahlreiche Leistungen auf dem Gebiet der Stadtentwicklung bereitzustellen, ohne dass ihnen dies durch das Land vergütet würde. Auch dies spreche für die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Unternehmen.