Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im März deutlich um 34.000 gestiegen. Das waren 78.000 mehr als vor einem Jahr. Wie die FAZ recherchierte, blieb damit erstmals seit 1928 die übliche Frühjahrsbelebung, d.h. ein Rückgang der Arbeitslosigkeit von Februar zu März eines Jahres, aus.
Insgesamt waren in Deutschland im März 2009 rund 3,586 Millionen Menschen arbeitslos gemeldet. Während die Arbeitslosigkeit in den Vorjahren von Februar auf März jeweils um über 100.000 Menschen gesunken war, nahm sie in diesem Jahr um ein Prozent oder 34.000 Menschen zu. Saisonbereinigt lag der Anstieg sogar bei 69.000 Menschen. Anders als im Bundesdurchschnitt ist die Zahl der Arbeitslosen im Land Brandenburg hingegen gesunken. "Ein positives Zeichen, doch kein Grund zur Euphorie." wertete dies Arbeitsministerin Dagmar Ziegler. Im Vergleich zum Vormonat sank die Zahl der arbeitslos gemeldeten Menschen im März um 1.414 Personen auf 184.152. Gegenüber März 2008 bedeutet dies einen Rückgang um sogar 9.342 Personen. Die Arbeitslosenquote beträgt aktuell 13,7 Prozent, 0,6 Prozentpunkte weniger als vor einem Jahr. Auch Berlin konnte sich etwas besser behaupten als der Bundesdurchschnitt: Zwar ist die Zahl der in der Hauptstadt arbeitslos gemeldeten Menschen leicht auf 243.284 gestiegen, die Arbeitslosenquote liegt aber wie im Vormonat unverändert bei 14,4 Prozent. Gegenüber März 2008 bedeutet dies einen leichten Rückgang um 0,3 Prozent.