Roland Steindorf wird seine Tätigkeit als Vorsitzender der Geschäftsführung der Kabel Deutschland (KDG) mit dem Ablauf seines Vertrages im März 2006 beenden und in den Aufsichtsrat wechseln. Dies teilte die KDG am 25. August mit. Derzeit sei Steindorf zusammen mit Gesellschaftern und Aufsichtsrat auf der Suche nach einem Nachfolger, der seine Arbeit zur weiteren Entwicklung des Unternehmens fortsetzen werde.
Im März 2003 hatten drei Investoren die KDG von der Deutschen Telekom erworben. Der Sitz des Unternehmens wurde Anfang 2004 von Bonn nach Unterföhring bei München verlegt. Dagegen scheiterte die geplante Übernahme der übrigen Kabelnetzregionen durch die KDG an der sich abzeichnenden ablehnenden Entscheidung des Bundeskartellamts. Als Konsequenz hatte die KDG im September 2004 die Anträge auf Genehmigung der Zusammenschlüsse mit den regionalen Kabelnetzbetreibern ish (Nordrhein-Westfalen), iesy (Hessen) und Kabel BW (Baden-Württemberg) beim Bundeskartellamt zurückgezogen.Unter der Verantwortung Steindorfs stieg das operative Ergebnis (EBITDA) der KDG nach eigenen Angaben von 308 Millionen Euro in 2002 (nach HGB) auf mehr als 400 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2004/2005 (nach IFRS) und der monatliche Durchschnittserlös je Kunde (ARPU) von monatlich 5,95 Euro im Jahr 2002 auf 7,25 Euro im gerade beendeten Quartal (Juni 2005). Seit der Gründung als eigenständiges Unternehmen vor zwei Jahren habe sich die Zahl der Mitarbeiter von 2.300 auf 2.500 erhöht.