JONES LANG LASALLE: WOHNEN IN BERLIN TEURER, ABER IMMER NOCH GÜNSTIG

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Der Berliner Mietwohnungsmarkt nimmt langsam Fahrt auf – zu diesem Ergebnis kommt der Immobiliendienstleister Jones Lang LaSalle (JLL) in seinem ersten Berlin-Report, der am 3. September präsentiert wurde. Danach sind die Mieten in der Bundeshauptstadt zwar nach wie vor sehr günstig – so liegt der durchschnittliche Mietpreis etwa bei der Hälfte dessen, was in Münschen zu zahlen ist -, in einzelnen Toplagen würde mittlerweile aber das Niveau westdeutscher Großstädte erreicht. Der mit einem durchschnittlichen Plus von 60 Cent pro Quadratmeter größte Sprung in der Mietenentwicklung der letzten zwölf Monate sei im Bezirk Mitte zu verzeichnen gewesen, so JLL. Hier würde bei Neuvermietungen häufig schon die Marke von zehn Euro pro Quadratmeter überschritten. Im Stadteil Prenzlauer Berg würden mitunter bereits deutlich mehr al 13,50 Euro erzielt. Besonders klar sei der Mietenanstieg auch in Charlottenburg-Wilmersdorf und in Friedrichhain-Kreuzberg zu erkennen gewesen, wo bei Neuvermietungen im Schnitt 35 Cent mehr verlangt wurden als in der Jahresmitte 2007. Friedrichshain-Kreuzberg folge damit der gleichen Entwicklung, die der Stadtteil Prenzlauer Berg von 15 Jahren durchgemacht habe, zitiert die Zeitung DIE WELT den JLL-Manager Roman Heidrich. Dagegen seien die Mieten in Marzahn-Hellerdorf und Lichtenberg nach wie vor sehr günstig. Vermieter in Lichtenberg, Neukölln und Tempelhof müssten sich auf stagnierende oder sinkende Angebotsmieten einstellen.Darüber hinaus für Vermieter relevant: JLL weist für Berlin den unter allen deuschen Großstädten größten Anteil von Single-Haushalten (51%) aus. Im Jahr 2007 seien 55 Prozent aller Zuzügler jünger als 30 Jahre gewesen.