Im vergangenen Jahr lebten in Deutschland 15,4 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund. Während die Gesamtbevölkerung gegenüber dem Vorjahr um knapp 380.000 Personen abnahm, stieg die Zahl der Menschen mit Migrationshintergrund um 270.000 an. Insgesamt lag ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung damit bei 18,7 Prozent.
Diese Zahlen gab das Statistische Bundesamt am 26. November bekannt. Als Menschen Migrationshintergrund gelten danach alle seit 1950 nach Deutschland Zugewanderten und deren Nachkommen. Mit 7,3 Millionen machten Ausländerinnen und Ausländer insgesamt 8,9 Prozent der Bevölkerung aus, die Deutschen mit Migrationshintergrund zählten 8,1 Millionen oder 9,9 Prozent der Bevölkerung. Die Zahl der Aussiedler oder Spätaussiedler bzw. ihrer Ehegatten und Kinder belief sich auf rund 2,8 Millionen.Im Vergleich zur deutschen Gesamtbevölkerung waren die Menschen mit Migrationshintergrund im Durchschnitt jünger (34,3 gegenüber 44,9 Jahren), häufiger ledig (45,0 gegenüber 38,1%), und der Anteil der Männer unter ihnen war höher (50,8 gegenüber 48,5%). Ein fehlender allgemeiner Schulabschluss war bei ihnen häufiger anzutreffen (12,6 gegenüber 1,6%), ebenso ein fehlender beruflicher Abschluss (58,0 gegenüber 22,9%).