Der Aufsichtsrat der Kommunalen Wohnungsgesellschaft mbH Senftenberg (KWG) zog in seiner Sitzung mit der Wirtschaftsprüfung und Geschäftsführung zum Jahresabschlussbericht 2011 eine positive Bilanz zur Stabilisierung des Unternehmens.
Das Anfang des letzten Jahrzehnts von der KWG ausgearbeitete und von den Wirtschaftsprüfern testierte Sanierungskonzept nach § 6 a Altschuldenhilfegesetz wurde hervorragend umgesetzt.Das Konzept setzt auf Vermietung der sanierten "Platte" in guten Lagen, welche auf einer soliden und mit den Kommunen abgestimmten Stadtentwicklung beruht.Erfolge zeichnen sich auch bei der Eindämmung des Leerstandes ab, der von 22,8 Prozent im Jahr 2002 auf 10,6 Prozent Ende 2011 durch Rückbau und Zusammenlegung von Wohnungen gesenkt werden konnte.Ohne den Abriss von mehr als 3.400 Wohnungen bis zum Jahresbeginn 2012 wäre der Leerstand jetzt bereits bei 37,3 Prozent angekommen.Es gelang, Wohnungen an guten Standorten zu sanieren und zu vermieten. Teilweise wurden Grundrisse verändert, größtenteils die Fenster und Wohnungstüren gewechselt sowie die Fassaden und Treppenhäuser gestrichen. Es wurden umfangreiche Arbeiten bei der Wärmedämmung ausgeführt. Die Kosten für die Sanierungen blieben dabei auf einem vernünftigen Maß.Auch 2011 standen der KWG insgesamt über 12 Millionen Euro für Instandhaltung und Modernisierung ihrer rund 8.100 Wohnungen sowie den Stadtumbau zur Verfügung.Der Abriss gemäß dem Sanierungskonzept konnte vorgenommen werden und wird zur Entwicklung der jeweiligen Standorte und zur Marktbereinigung fortgesetzt. Das notwendige Geld für wirtschaftliche Sanierungen von zukunftsfähigen Objekten und für den Abriss von vorgesehenen Bauten konnte bisher aufgebracht werden, stellt der KWG-Aufsichtsrat fest.Durch das Zusammenwirken von Banken, Gesellschaftern und Unternehmen ist ein Wirtschaften auch unter extremen Leerstandsbedingungen möglich. Das Unternehmen ist in der Lage, aus eigener Kraft zu bestehen.Die KWG hat bereits vor Jahren und damit frühzeitig auf den demografischen Wandel in unserer Region reagiert. Die Einwohner und damit verbunden auch die Mieter werden älter. Trotz des Alters wollen sie solange wie möglich selbstbestimmt in ihrer bisherigen Wohnung leben. Damit das möglich ist und auch gut funktioniert, investierte die Wohnungsgesellschaft in den letzten Jahren umfangreich in den Bestand an altersfreundlichen Wohnungen.Um die Wohnung leichter erreichen zu können, wurden bereits 15 Aufzugsanlagen nachträglich eingebaut. Ein gutes Beispiel für das Baugeschehen in diesem Jahr ist der Einbau von weiteren vier Aufzugsanlagen in der Wehrstraße 12, 16, 18 und 26 in Senftenberg.Von den aktuell 8.133 Wohnungen in Senftenberg, Großräschen, Schipkau, Schwarzheide und Ortrand sind: 70 altengerecht/barrierefrei (DIN 18025, Teil II) 22 behinderten-/rollstuhlgerecht (DIN 18025, Teil I) 870 altenfreundlich (Aufzug)Damit liegt der Anteil an altersgerechten und altersfreundlichen Wohnungen mit 11,8 Prozent über dem Vergleichswert des Verbandes Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e. V. (BBU) von ca. 6,5 Prozent für den Brandenburger Wohnungsmarkt.
Ansprechpersonen