ITALIENISCHE DELEGATION BESICHTIGT SOLARANLAGEN DER WG MERKUR IN BERLIN

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Berliner Solaranlagen zur Warmwasserbereitung bewähren sich und finden internationale Beachtung. Die Berliner Wohnungsgenossenschaft MERKUR e.G. hat zwischen 1996 und 2000 acht Gebäude und damit mehr als 20 Prozent ihres gesamten Wohnungsbestandes mit solarthermischen Anlagen ausgestattet. Von den hervorragenden Ergebnissen konnten sich kürzlich Vertreter der italienischen Associazione Nazionale Cooperative di Abitanti (ANCAB), einem Zusammenschluss sozialer Genossenschaften, überzeugen. Berlin war eine Station ihrer europäischen Rundreise zu unterschiedlichen Solarlösungen. Beeindruckt waren die italienischen Genossenschaftsmitglieder besonders von den hohen Energieeinsparungen, die sich aus der Kombination von Solarenergie mit der Erhöhung der Anlageneffizienz ergeben. Bei den mit Fernwärme versorgten Gebäuden der WG Merkur wurden bis 1998 zuerst die baulichen Hüllen durch Fenstererneuerung und Wärmedämmung von Fassade, oberster und unterster Geschossdecke umfassend modernisiert. Der gemessene Energieverbrauch für Heizung und Warmwasserbereitung sank dadurch von durchschnittlich 247 kWh/Quadratmeter jährlich auf durchschnittlich 144 kWh/Quadratmeter jährlich, d. h. um mehr als 40 Prozent (alle Verbrauchswerte wurden klimabereinigt). Nach Einbau der Solaranlagen in Kombination mit einer zentralen Regelung, die alle Komponenten überwacht und koordiniert (solare Energiezentrale), sank der durchschnittliche Energieverbrauch der Gebäude für Heizung und Warmwasserbereitung von 144 auf 92 kWh/Quadratmeter jährlich, d. h. noch einmal um fast 37 Prozent.Die Solaranlagen der WG MERKUR decken 30 bis 45 Prozent des gesamten jährlichen Warmwasser-Wärmebedarfs ab. Die Anlagen werden mit einer Ertragsgarantie von Planer und ausführender Firma betrieben, der durchschnittliche Solareintrag der Anlagen beträgt 460 kWh pro Quadratmeter Kollektorfläche und Jahr. Für Mieter einer 60 Quadratmeter großen Wohnung ergibt sich aus Solareintrag und Energieeinsparung durch optimierte Regelung eine Kostenersparnis von ca. 100 Euro pro Jahr.Für das Objekt Michelangelostraße 63-71 erhielt die WG Merkur im Jahr 2001 von der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS) als erstes Gebäude überhaupt das „Gütesiegel für große solarthermische Anlagen im mehrgeschossigen Wohnungsbau“.