"Business opportunity must be matched by business responsibility" - HRH Charles The Prince of Wales
Freiwilligenmanagement während der Arbeitszeit heißt in der globalen Wirtschaftssprache "Corporate Volunteering"; sprich, ein Unternehmen sponsert Arbeitszeit, Manpower und Knowhow seiner Mitarbeiter für soziales Engagement. Dass gesellschaftlich verantwortungsvolles Wirtschaften heute immer stärker diskutiert wird, findet sich auch in einem Gedenktag wieder. So gibt es neuerdings den Internationalen Tag des Freiwilligenmanagements, der jährlich am 5. November begangen wird. Die WBM findet die Idee, die hinter diesem Engagement steht – der Blick über den eigenen Schreibtisch und die Sensibilisierung für humanitäres Engagement – sehr gut und hat deshalb unter dem Motto: Mit Hand und Herz einen Tag mit ihren Führungskräften ihr Volontariat bei der Berliner Tafel e. V. geleistet.Die "Zitrus- und Auberginenfraktion"Zwölf WBM´ler - die Geschäftsführung und Bereichsleiter - wurden zum Dienst eingeteilt: Sprinter, Lager, Küche. Der Tagesumschlag war sehr beeindruckend. Es wurden tonnenweise Nahrungsmittel eingesammelt und sortiert. Die guten in die Kiste, der Rest in die Biotonne. Viele Mitarbeiter, ehrenamtliche, angestellt und welche mit eigener Geschichte, waren im wahrsten Sinn des Wortes am Ackern. Schnell bildeten sich einzelne Fraktionen, die Zitrus- und Auberginenfraktion, die Obst- und Kartoffelecke. Wir standen im Mittelfeld und waren das Zentrum für Eisbergsalate. Der Kontakt zu allen Aktiven war rau und herzlich. Der Lagerleiter beeindruckte mit durchdringender Tonlage und kleinen Nahrungsmittelgebeten und hatte seine Helfer gut im Griff. Belohnt wurden wir mit einer leckeren Kartoffelsuppe von der Küchenfee. Die Zutaten haben wir natürlich mitgeschnippelt.Wir waren nach einem Zweischichteneinsatz doch ganz schön fertig und unser Respekt gilt den vielen fleißigen Helfern. Der hohe Nahrungsmittelumschlag hat natürlich etwas Gutes: Es können viele Hilfsbedürftige versorgt werden. Viele Firmen sind hier wirklich sehr spendabel und können sich sicher sein, dass die Spenden auch die richtigen Abnehmer finden. Zum Teil hatten wir aber auch den Eindruck, dass die Berliner Tafel etwas missbraucht wird und sie als preiswerte Entsorgung für verderbliche Ware benutzt wird. Das muss doch nicht sein. Auch den Helfern wird hierdurch das Leben etwas schwer gemacht. Aber insgesamt waren wir doch sehr begeistert, was die Firmen der Berliner Tafel zur Verfügung stellen und können nur appellieren hier am Ball zu bleiben.Resümee: Der Einsatz bei der Berliner Tafel hat uns sehr beeindruckt und auch nachdenklich gestimmt wie mit Lebensmitteln umgegangen wird. Wir sind uns auch einig: Der 5. November wird als fixer Termin für soziale Dienstleistung im Firmenkalender eingetragen.
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