Die kommunale Wohnungsgesellschaft GEWOBA und der Brandenburgische Verein für Weltoffenheit und Menschwürde e.V. haben am 14. Juli eine Kooperationsvereinbarung zur Einrichtung eines Nachbarschaftstreffs im Wohngebiet Am Schlaatz unterzeichnet. Auch andere Unternehmen im Arbeitskreis StadtSpuren haben bereits ihr Interesse an diesem Projekt geäußert.
Der Verein wird im Rahmen seines Projekts „al globe - Brandenburgisches Haus der Kulturen“ im Milanhorst eine Begegnungsstätte einrichten, die es sich zur Aufgabe macht, deutsche und nichtdeutsche Nachbarn einander näher zu bringen. Gleichzeitig soll der Ort Anlaufstelle für Spätaussiedler, Migranten und deren Familien sein. Die GEWOBA stellt die Gewerberäume im Milanhorst 9 für einen günstigen Mietpreis zur Verfügung. Zugleich hat sie sich verpflichtet, mit al globe z.B. in den Bereichen Mieter- und Schuldnerberatung sowie Konfliktmanagement bei Nachbarschaftsstreitigkeiten zusammenzuarbeiten. Die dadurch erzielten Einnahmen sollen der Nachbarschaftsarbeit zugute kommen.Der Brandenburgische Verein für Weltoffenheit und Menschenwürde und zwei weitere Vereine waren im Mai von der GEWOBA aufgefordert worden, ein Konzept für einen interkulturell orientierten Nachbarschaftstreff anzubieten. Die Entscheidung zugunsten des Vereins für Weltoffenheit und Menschenwürde wurde von einer Jury getroffen, der u.a. die Ausländerbeauftragte der Stadt, der Vorsitzende des Ausländerbeirates und Vertreter anderer Wohnungsunternehmen und Vereine angehörten. In Kürze soll der Umbau der Gewerbeeinheit beginnen. Hierfür werden Fördermittel aus dem Programm „Soziale Stadt“ beantragt. Parallel wird der Verein mit der Arbeit im Stadtteil beginnen. „In der ersten Phase geht es uns vor allem um die Wünsche der Schlaatzer“ erklärt Geschäftsführerin Katrin Werlich und Projektleiter Friedrich Reinsch ergänzt: „Wir wollen wissen, was die Bürger vom neuen Nachbarschaftstreff erwarten. Gleichzeitig werden wir uns mit den Vereinen und den anderen Einrichtungen am Schlaatz abstimmen.“ Die GEWOBA verspricht sich vom Nachbarschaftstreff eine wohltuende Wirkung auf den Stadtteil. GEWOBA-Geschäftsführer Jörn-Michael Westphal meint. „Der Schlaatz ist ein bunter und lebendiger Ort. Ein Drittel der Bewohner ist unter 30 Jahre, etwa 10 Prozent der Schlaatzer sind Studenten, weitere 10 Prozent sind nichtdeutscher Abstammung. Auf etwa genauso hoch wird der Anteil der Spätaussiedler geschätzt. Bei dieser Vielfalt kann ein Nachbarschaftstreff nur gut sein.“