Integrationskonzept 2016-2020 für Potsdam vorgestellt

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Am 11. April 2017 stellten die Beauftragte für Migration und Integration, Magdolna Grasnick, und der Beigeordnete für Soziales, Jugend, Gesundheit und Ordnung, Mike Schubert, das Konzept "EINE Stadt für ALLE. Integrationskonzept der Landeshauptstadt Potsdam 2016-2020 vor. Es enthält die Ziele und möglichen Maßnahmen der Integrationsarbeit der Landeshauptstadt für die nächsten vier Jahre. 

Potsdam wächst: Zum Jahresende 2016 lebten 171.597 Einwohnerinnen und Einwohner in der Stadt, davon 12.888 mit einem nichtdeutschen Pass. Damit stieg die Zahl der nichtdeutschen Potsdamerinnen und Potsdamer in den letzten zwei Jahren um 4.200. Die heterogene Gruppe der Zugewanderten besteht unter anderem aus Geflüchteten, Studierenden, Gastwissenschaftlern, EU-Bürgern, die im Rahmen der europäischen Freizügigkeitsregelungen in Potsdam arbeiten oder Arbeit suchen, Auszubildende und Angehörige Deutscher. Die Hauptherkunftsländer sind Syrien (1.570), die Russische Föderation (1.194) und Polen (958).

Für die Potsdamer Integrationsarbeit formuliert das neue Integrationskonzept 77 Ziele und 137 Maßnahmenvorschläge in sechs Handlungsfeldern: Unterbringung und Wohnen im Stadtteil, Stadtentwicklung, Bildung, Arbeit, Beratung und Unterstützung, Aktive Stadtgesellschaft sowie Vielfalt leben in der Verwaltung.

Wohnen im Stadtteil

Wohnverhältnisse und Wohnumgebung beeinflussen maßgeblich das Wohlbefinden, aber auch die Lebenschancen der Menschen. Die Wohnsituation übt Einfluss aus auf die Art des Zusammenlebens innerhalb
der Haushalte, auf die Sozialisation von Kindern, auf die Erholung und Freizeitgestaltung sowie die Pflege von sozialen Kontakten. Der sozial heterogenen Bevölkerungsstruktur eines Stadtquartiers wird zudem eine große Bedeutung für das Gelingen von Integration beigemessen. Somit muss bei der Erarbeitung, Fortschreibung und Umsetzung von Stadt- und Stadtentwicklungskonzepten die Integration von Zugewanderten einen hohen Stellenwert haben.

"Die größte Herausforderung der Landeshauptstadt Potsdam liegt beim Handlungsfeld Wohnen, da Potsdam wie alle anderen Ballungsräume über zu wenig freien Wohnraum verfügt*, so Mike Schubert. *Wichtig ist aber, das Integrationskonzept nicht nur auf Flüchtlinge zu beschränken. Gerade in einer Wissenschaftsstadt wie Potsdam muss man sich zum Beispiel auch um Studenten oder wissenschaftliches Lehrpersonal kümmern.*
   
Das vollständige Konzept zu allen Handlungsfeldern ist unter www.potsdam.de/fortschreibung-integrationskonzept-2016-2020 einsehbar.
   
 

Ansprechpersonen

 Silke Schendel
Silke
Schendel

Referentin

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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