Im ersten Halbjahr 2010 wurden in Deutschland private und gewerbliche Immobilien im Gesamtwert von über 69,46 Milliarden Euro umgesetzt. Im Vergleich zum ersten Halbjahr des Vorjahres (63,90 Mrd. Euro) entspricht dies einem Anstieg von rund 8,7 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt eine Hochrechnung des Maklerverbandes IVD auf Basis des vom Bundesministerium für Finanzen (BMF) erhobenen Grunderwerbsteueraufkommens.
Vom aktuellen Umsatzvolumen im ersten Halbjahr entfielen 63,50 Milliarden Euro (+ 9,79 Prozent) auf die westdeutschen Bundesländer einschließlich Berlin und 5,96 Milliarden Euro auf die ostdeutschen Bundesländer. Die neuen Bundesländer verzeichneten damit im Gegensatz zu dem bundesweiten Trend einen Rückgang des Transaktionsvolumens um 1,7 Prozent. Regionale EinzeldatenIn den einzelnen Bundesländern sind zum Teil hohe Umsatzzuwächse zu verzeichnen. Spitzenreiter ist Thüringen, wo die Umsätze um mehr als 16 Prozent anstiegen, gefolgt von dem Saarland (+16,24 %) und Bayern (+15,92 %). Zweistellige Umsatzzuwächse sind darüber hinaus in Berlin (+13,71 %), Niedersachsen (+10,84 %) und Baden-Württemberg (+10,10 %) zu verzeichnen. In Hamburg allerdings sanken die Immobilientransaktionen um 7,37 Prozent. Damit ist Hamburg das einzige westdeutsche Bundesland, das einen Rückgang der Immobilientransaktionen verzeichnete. Der mit Abstand höchste prozentuale Umsatzrückgang ist in Sachsen-Anhalt mit fast 21 Prozent festzustellen. Absolute Umsatzzahlen der BundesländerDas umsatzstärkste Bundesland ist Nordrhein-Westfalen mit 14,13 Milliarden Euro, gefolgt von Bayern (14,02 Mrd. Euro) und Baden-Württemberg (10,38 Mrd. Euro). Hessen liegt mit 5,39 Milliarden Euro wie in den Vorjahren auf Platz vier. Niedersachsen und Berlin folgen mit 5,13 beziehungsweise 3,52 Milliarden Euro. Hamburg, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein liegen zwischen rund 2,6 und 2,7 Milliarden Euro. Mit Ausnahme von Sachsen (2,06 Mrd. Euro) und Brandenburg (1,39 Mrd. Euro), liegt der Immobilienumsatz der neuen Bundesländer unter einer Milliarde Euro.Zur ErmittlungsmethodeDas so genannte Immobilientransaktionsvolumen bzw. der Immobilienumsatz umfasst sämtliche privaten und gewerblichen Immobilientransaktionen, die der Grunderwerbsteuer unterliegen. Da die überwiegende Zahl der Transaktionen - mit Ausnahme der Fälle, die der Erbschafts- und Schwenkungssteuer unterliegen, sowie Share-Deals - dieser besonderen Umsatzsteuer auf Grundstücksumsätze unterliegen, ist diese Statistik ein probates Mittel, die jährlichen Immobilienumsätze zu erfassen.
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