Der Immobilienumsatz 2010 hat sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesteigert. In den ersten neun Monaten des Jahres 2010 wurden in Deutschland private und gewerbliche Immobilien im Gesamtwert von 110 Milliarden Euro umgesetzt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Hochrechnung des Immobilienverbandes IVD auf Basis des vom Bundesministerium für Finanzen erhobenen Grunderwerbsteueraufkommens. Deutschlandweit stieg das Transaktionsvolumen im Betrachtungszeitraum um 10,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. In absoluten Zahlen bedeutet dies einen Zuwachs von mehr als 10 Milliarden Euro.
In der Relation ist Berlin Transaktionsmeister 2010Um rund 21 Prozent hat sich das Transaktionsvolumen in Berlin in den ersten neun Monaten im Vergleich zu 2009 erhöht. Insgesamt wurden bis Oktober sechs Milliarden Euro umgesetzt. Gefolgt wird Transaktionsmeister Berlin von Thüringen, wo die Umsätze um 16 Prozent zugenommen haben. Von rund einer Milliarde Euro auf 1,2 Milliarden Euro sind die Immobilienumsätze hier im Vergleich zum Vorjahr angestiegen. Umsatzrückgänge gab es hingegen in Hessen (-0,7 %), Rheinland-Pfalz (-2,8 %), Brandenburg (-17 %) und Sachsen-Anhalt (-21,8 %).Größtes Transaktionsvolumen in Nordrhein-WestfalenMit rund 22,8 Milliarden Euro ist Nordrhein-Westfalen das Bundesland mit dem größten Immobilientransaktionsvolumen. Dies entspricht einem relativen Zuwachs von 5,9 Prozent. Auch für Bayern und Baden-Württemberg konnten Transaktionen im zweistelligen Milliardenbereich festgestellt werden. Mit einem Volumen von 21,6 Milliarden Euro liegt der Freistaat knapp hinter Nordrhein-Westfalen und vor seinem Nachbarland, das auf 16,6 Milliarden Euro kommt. In der Relation hat Baden-Württemberg mit 11,6 Prozent Zuwachs die Nase jedoch leicht vorn. In Bayern stieg das Volumen um 11,2 Prozent. In Niedersachsen nahm das Transaktionsvolumen um 11,4 Prozent zu und stieg damit auf rund 8,2 Milliarden Euro.Zur ErmittlungsmethodeDas so genannte Immobilientransaktionsvolumen bzw. der Immobilienumsatz umfasst sämtliche privaten und gewerblichen Immobilientransaktionen, die der Grunderwerbsteuer unterliegen. Da die überwiegende Zahl der Transaktionen – mit Ausnahme der Fälle, die der Erbschafts- und Schenkungssteuer unterliegen, sowie Share-Deals – dieser besonderen Umsatzsteuer auf Grundstücksumsätze unterliegen, ist diese Statistik ein probates Mittel, die jährlichen Immobilienumsätze zu erfassen.
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