Der deutsche Immobilienmarkt wird zunehmend durch die weltwirtschaftliche Entwicklung beeinflusst. Die Branche schätzt das Immobilienklima erneut schlechter ein.
Der entsprechende Wert des King Sturge Immobilienkonjunktur-Index, der auf einer Befragung von 1.000 Marktteilnehmern beruht, sank nach elf Punkten im Vormonat im April erneut um fünf Punkte auf einen Indexwert von 97,1. Damit sei das Immobilienklima erstmals unter den Schwellenwert von 100 Zählerpunkten gefallen. Ebenfalls um knapp fünf Punkte verschlechterte sich das Investmentklima, das mit 76,6 Zählerpunkten einen neuen Tiefstand erreichte. Zurückgegangen ist auch der Wert für die Immobilienkonjunktur, der auf statistischen Daten basiert. Nach 183,4 Punkten im März liegt er nun bei 179,9. Jetzt zeige sich, dass sich die Immobilenwirtschaft nicht mehr wie früher von der Gesamtwirtschaft abkoppeln könne, so Sascha Hettrich, Managing Partner von King Sturge Deutschland. Durch das enge Zusammenwachsen von Finanz- und Immobilienmärkten falle die Zeitverzögerung, die man bisher mit grob einem halben Jahr angegeben habe, fast völlig weg. Deutschland habe sich viel länger als andere europäische Länder dem Abwärtssog aus den USA entziehen können, werde aber nun von der weltweiten Abschwächung der Wirtschaft, dem starkem Euro und der Kreditklemme eingeholt.