Nach den Ergebnissen der 59. Euroconstruct-Konferenz wirkt der Wohnungsneubau auch mittelfristig als Bremse für die Erholung des Bausektors und für den gesamtwirtschaftlichen Aufschwung in Europa.
Die Prognosen, die im jüngsten ifo-Schnelldienst veröffentlicht wurden, sagen für die 19 Euroconstruct-Länder einen bis zum Jahr 2007 anhaltenden Rückgang des Eigenheimbaus auf knapp über einer Millionen Wohneinheiten voraus (Rückgang um fünf Prozent gegenüber 2004). In Mehrfamilienhäusern sei in 2007 nach einem leichten Minus im Vergleich zum Vorjahr mit der Fertigstellung von fast 1,3 Millionen WE zu rechnen (7,5 Prozent mehr als in 2004). In der Summe sei bis 2006 mit einer stark verlangsamten Zunahme der Fertigstellungszahlen in Europa auf fast 2,33 Millionen Wohnungen gerechnet, die Gesamtzahl werde 2007 aber wieder auf knapp unter 2,3 Millionen WE absinken.Trotz der noch einige Zeit anhaltenden Impulse vom Geschosswohnungsbau sei für 2006 und 2007 erneut mit einem schrumpfenden Neubauvolumen im Wohnungssektor zu rechnen, weil der im langfristigen Durchschnitt viel weniger volatile Eigenheimbau mit seinen pro Wohneinheit höheren Baukosten den Gesamtaufwand stark nach unten drücke. Die ausgeprägte Schwäche im Wohnungsneubau verhindere auch in den nächsten Jahren eine raschere Erholung des Bausektors im Euroconstruct-Gebiet. Damit erhalte das gesamtwirtschaftliche Wachstum in Europa weiter deutliche Dämpfer von der anhaltend geringen Dynamik der Bautätigkeit.