So lautet das Ergebnis der Ifo-Studie "Die volkswirtschaftliche Bedeutung der Immobilienwirtschaft: Analyse und Darstellung der gesellschaftlichen und gesamtwirtschaftlichen Relevanz der Bauwerksbestände und der Bruttowertschöpfung aus der Bewirtschaftung von Immobilien", die am 15. Februar in Berlin vorgestellt wurde.
Danach entfallen rund 85 Prozent des gesamten deutschen Nettoanlagevermögens auf Immobilien, während nur 14 Prozent des investierten Kapitals in Ausrüstungsgüter und nur ein Prozent auf immaterielle Anlagegüter wie Computerprogramme ausfallen. Von den rund 6,5 Billionen Euro, die für Vermögensgüter ausgegeben wurden, entfallen 5,5 Billionen Euro auf Immobilien - davon 3,2 Billionen allein auf Wohnimmobilien, berichtet die WELT. Nach Ifo-Berechnungen liegt die Bruttowertschöpfung des Grundstücks- und Wohnungswesens (Käufe und Verkäufe, Vermietung und Verpachtung, Vermittlung und Verwaltung) laut den verfügbaren Daten (2002) bei knapp 250 Mrd. Euro. Der Anteil des Grundstücks- und Wohnungswesens am Bruttoinlandsprodukt wird mit 12,7 Prozent bezifferte.Auch für den Arbeitsmarkt sei die Immobilienwirtschaft von erheblicher Bedeutung, berichtet die WELT weiter: In den über 165.000 Unternehmen des Grundstücks- und Wohnungswesens seien fast 400.000 Mitarbeiter beschäftigt, die einen jährlichen Umsatz von rund 100 Mrd. Euro erzielten. So betrage allein der Makler-Vermittlungsumsatz etwa zehn Mrd. Euro im Jahr. Für die privaten Haushalte spiele die Entwicklung der Immobilienmärkte ebenfalls eine wichtige Rolle, da ein knappes Drittel der monatlichen Gesamtausgaben pro Haushalt auf Ausgaben fürs Wohnen entfielen. Für eine Erholung der deutschen Immobilienwirtschaft sieht das Ifo-Institut nur wenig Chancen. Baukonjunktur und Immobiliennachfrage würden auch 2005 gedämpft bleiben, ein neuer Immobilien-Boom sei nicht in Sicht.