Hinrich Holm, Vorsitzender des Vorstands der IBB: „Es freut mich sehr, dass wir für das Land Berlin mit SolarPLUS bereits ein sehr erfolgreiches Solarförderprogramm anbieten. Neben Dachgutachten fördert dieses Programm u.a. auch Machbarkeitsstudien, Stromspeicher und den Ausbau von PV-Anlagen. Berlin braucht neben der Förderung von Kleinst- und Kleinanlagen künftig verstärkt den Zubau von großen Solaranlagen, um sein Ausbauziel zu erreichen.“
Nach Berechnungen der IBB-Volkswirte erzeugt allein eine Solaranlage auf den Dächern der Messe Berlin mit 50.000 qm mit 6 Mega Watt Peak Nennleistung (MWp) fast so viel Strom wie alle Balkonanlagen zusammen. Um das Solarziel zu erreichen, müsse die Gesamtleistung der in Berlin installierten PV-Anlagen von 183 MWp im Oktober 2022 aber perspektivisch bis 2035 auf ca. 4.400 MWp gesteigert werden. Dazu müsste die jährliche Ausbaurate von zuletzt 25 MWp sukzessive auf bis zu 500 MWp erhöht werden, eine Steigerung um den Faktor 20 zum bisherigen Stand.
Ausreichend Dachfläche vorhanden
Um das ambitionierte Ausbauziel zu erreichen, benötige Berlin der IBB-Studie zufolge eine Modulfläche von 20 Mio. Quadratmetern (20 km²). Das entspricht in etwa einer Fläche von rund 2.800 Fußballfeldern bzw. 6,6 Tempelhofer Feldern. Von der Gesamtfläche Berlins (892 km²) machen Gebäudeflächen insgesamt 12% aus (102 km²), wovon wiederum 48 km² grundsätzlich als für PV nutzbare Fläche klassifiziert wurden. Damit ist mehr als doppelt so viel Dachfläche für einen Anteil von 25% in Berlin produzierten Solarstrom vorhanden.
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