HWB feiert Einweihung des neuen Albert-Schweitzer-Quartiers in Hennigsdorf

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Am 17. September 2021 hat die Hennigsdorfer Wohnungsbaugesellschaft mbH (HWB) die Einweihung des Albert-Schweitzer-Quartiers gefeiert. Gemeinsam mit knapp 500 Gästen hat die HWB gemeinsam mit der PuR gleichzeitig die 25. Auflage des Sommerfestes im Neubauquartier gefeiert. Die HWB befindet sich nach fast 30 Monaten Bauzeit mit ihrem Entwicklungsprojekt auf der Zielgeraden. Die 170 bestehenden Wohnungen wurden mit dem Quartier um 114 Wohnungen ergänzt.

„Alle Wohnungen sind bezogen und bis Ende November werden wir auch mit den Außenanlagen fertig sein“, sagte HWB-Geschäftsführer Holger Schaffranke. 

Das im Straßenkarree Albert-Schweitzer-, Fabrik-, August-Conrad- und Berliner Straße gelegene Wohngebiet wurde bisher von vier Plattenbauten mit 170 Wohnungen dominiert. Die HWB hat das Quartier um drei Gebäude mit insgesamt 114 Wohnungen und ein zweigeschossiges Parkdeck mit 97 Pkw-Stellplätzen ergänzt. Aktuell sind vier der Stellplätze mit einer Wallbox für E-Autos ausgestattet. Weitere Stellplätze sind für den Ladebetrieb vorbereitet und können bei Bedarf mit einer Ladestation bestückt werden. Zudem wurde das Parkdeck so konzipiert, dass es bei entsprechender Nachfrage als Mobilitätshub für Miet- oder Sharingangebote genutzt werden kann. 

Für Wohnungen und Parkdeck hat die HWB knapp 25 Millionen Euro verbaut. Davon wurden 14,7 Millionen Euro über ein zinsloses Förderdarlehen der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) und einen Förderzuschuss in Höhe von 2,4 Millionen Euro finanziert. 

86 der entstandenen Wohnungen unterliegen einer Mietpreis- und Belegungsbindung und werden entsprechend der Förderrichtlinien für 5,50 Euro pro Quadratmeter (Nettokaltmiete) an Haushalte mit Wohnberechtigungsschein (WBS) beziehungsweise für 7 Euro an Haushalte mit WBS +40 (Überschreitung der WBS-Einkommensgrenze um 40 Prozent) vergeben. Die übrigen 28 freifinanzierten Wohnungen hat die HWB für 9,50 Euro netto kalt pro Quadratmeter vermietet.

„Die HWB ist Garant dafür, dass Wohnen in Hennigsdorf auch weiterhin für alle Einkommensgruppen bezahlbar bleibt“, hat der Hennigsdorfer Bürgermeister Thomas anlässlich der Einweihung des neuen Albert-Schweitzer-Quartiers unterstrichen. „Die kommunale Gesellschaft steht für eine sozial ausgerichtete Wohnraumversorgung. Mehr als 600 der über 3100 HWB-Wohnungen sind mietpreis- und belegungsgebunden.“

Neben dem Wohnungsneubau und der Reorganisation des ruhenden Verkehrs sind die Neugestaltung des Wohnumfeldes und eine Reihe sozialer Maßnahmen zur Stärkung des nachbarschaftlichen Zusammenlebens und der Integration weitere Bausteine des Entwicklungskonzeptes für das neue Albert-Schweitzer-Quartier.

Zu nennen sind hier vor allem die Modernisierung und Erweiterung der Räume des interkulturellen Nachbarschaftstreffs des Wohngebiets durch die HWB sowie eine von der PuR für die Dauer von zwei Jahren eingesetzte Integrationsmanagerin.

Schon im letzten Jahr hat die HWB den bislang als Parkplatz genutzten Hof an der Albert-Schweitzer-Straße 3-5 in eine autofreie Grün- und Freizeitfläche umgestaltet, welche von den Anwohner:innen der umliegenden Wohnblöcke diesen Sommer bereits intensiv genutzt wurde. Unter anderem zum gemeinschaftlichen Gärtnern. Mit Unterstützung des Berliner Startups Ackerpause haben Kinder aus dem Quartier neun große Hochbeete in einen ertragreichen Gemüsegarten verwandelt und über die gesamte Gartensaison bewirtschaftet.

„Auf den Außenanlagen, die jetzt noch im Bau sind, wollen wir weitere Hochbeete für das Urban Gardening aufstellen“, erklärt Holger Schaffranke. Er hofft darauf, dass in der nächsten Saison die Begeisterung für das gemeinschaftliche Ackern und Ernten auch auf die Eltern der kleinen Gärtner überspringen werde.

Für die Um- und Neugestaltung des Wohnumfeldes, die Modernisierung des Nachbarschaftstreffs und die Installation eines Integrationsmanagements standen der HWB knapp 2,5 Millionen Euro aus dem Förderprogramm „Soziale Integration im Quartier“ zur Verfügung.

„Mit unseren Neubauten und dem neu gestalteten Wohnumfeld haben wir städtebauliche Leerstellen geschlossen“, erklärt Holger Schaffranke, „und so den Grundstein für eine sozial durchmischte und stabile Nachbarschaft gelegt“. Durch die Verzahnung von sozialem Wohnungsbau und Stadtumbau sei es der HWB und allen Beteiligten gelungen, für das Albert-Schweitzer-Quartier eine nachhaltige Quartiersentwicklung anzustoßen.

Die Einweihung des neuen Albert-Schweitzer-Quartiers wurde von brasilianischen Rhythmen begleitet. © HWB | Pestlin 

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 Silke Schendel
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