Städtebauliche Qualität schaffen
Auf einer Podiumsdiskussion im Rahmen der Ausstellungseröffnung erklärte Stadtentwicklungssenator Andreas Geisel: „Die derzeit große Zuwanderung nach Berlin stößt auf einen Wohnungsmarkt, der keine Reserven hat. Der Leerstand ist gering und selbst der Wohnungsbau, der bereits angekurbelt worden ist, hält dieser Größenordnung nicht stand. Dichter und höher zu bauen, ist daher wichtig, da wir sonst zu viel Fläche verbrauchen. Wir brauchen Menge in kurzer Zeit - die Herausforderung ist es, dabei städtebauliche Qualität zu schaffen.“
Stefanie Frensch, Geschäftsführerin der HOWOGE und Ausrichterin des Wettbewerbs resümiert: „Alt und neu müssen auf Augenhöhe sein, nur so kann die städtebauliche Würdigung des Bestandes und die Akzeptanz der Bewohnerinnen und Bewohner ermöglicht werden. Oberste Priorität haben dabei immer der Städtebau und die Städteplanung. Daher nehmen wir uns Zeit für Diskussion und lassen über Wettbewerbe auch regelmäßig die Perspektive von außen zu.“
Junge Visionen für die Großsiedlung
Insgesamt beteiligten sich 50 Studierende mit 19 Entwürfen an dem Wettbewerb. Die Jury unter Leitung des Architekten Prof. Max Dudler vergab drei gleichberechtigte Preise und zwei Anerkennungen. Ziel des Wettbewerbs war die Auseinandersetzung mit den städtebaulichen, freiräumlichen und hochbaulichen Qualitäten des Stadtraums Neu-Hohenschönhausen im Umfeld der Zingster Straße. Gesucht wurden Entwicklungsperspektiven, stadträumliche Visionen und bauliche Innovationen, die eine Umstrukturierung, Nachverdichtung und Ergänzung des Stadtumfelds ermöglichen. Ziel ist ein vielfältiges Nutzungsangebot mit positiven Impulsen für mehr Lebensqualität. Die Ergebnisse des Verfahrens sollen die Grundlage für weitere Entwicklungsschritte des Gebiets bilden. Drei gleichberechtigte Preise gingen an Studierende der Technischen Universität Berlin und der Universität der Künste.
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