Die HOWOGE Wohnungsbaugesellschaft mbH setzt ihre Neubauoffensive in Berlin-Lichtenberg fort: Für die Realisierung eines Neubauprojektes auf dem Grundstück des ehemaligen Kinderkrankenhauses "Lindenhof" hat das Unternehmen einen städtebaulichen Ideenwettbewerb ausgelobt. Den ersten Platz belegte das Architekturbüro BE Berlin in Kooperation mit lohrer.hochrein landschaftsarchitekten.
Der "Lindenhof" war nach dem Ausbau im zweiten Weltkrieg das größte Kinderkrankenhaus im sowjetischen Sektor. Im Frühjahr 2012 zog die Einrichtung in eine neue moderne Anlage in der Fanningerstraße und nun sollen auf dem Gelände zwischen 350 und 400 Neubauwohnungen entstehen. Der Baustart ist für das Jahr 2014/2015 geplant. Das Planungsteam von BE Berlin nahm die bestehende Hofstruktur des Lindenhofs und seiner natürlichen Einbettung gekonnt auf und erfüllte damit die Anforderungen der Jury in vollem Maße. Zu den Jurymitgliedern zählte neben der Geschäftsführerin der HOWOGE, Stefanie Frensch, unter anderem Senatsbauddirektorin Regula Lüscher. Insgesamt 7,3 Hektar umfasst das Grundstück an der Gotlindestraße nördlich der Frankfurter Allee. Eingebettet in den Landschaftspark Herzberge verlangt dieses Areal einen besonderen Umgang mit einer Neubebauung. "Mit dem Ideenwettbewerb stellen wir die Weichen für den Bau eines weiteren Wohnungsquartiers in Lichtenberg und führen unsere Neubauoffensive konsequent fort. Unser Ziel ist die Umsetzung eines Konzeptes, das eine Verbindung zwischen qualitätvollen Neubau, den vorhanden Park- und Grünflächen, aber auch zur Frankfurter Allee Nord herstellt", erklärte Stefanie Frensch, Geschäftsführerin der HOWOGE. Der Entwurf von BE Berlin und lohrer.hochrein, so Frensch weiter, würde das Verständnis von markt-, standort- und zukunftsgerechtem Mietwohnungsbau ideal vereinen."Ich freue mich ganz besonders, dass wir einen Entwurf für das neue HOWOGE-Projekt gefunden haben, der ein klares Zeichen für Urbanität und Dichte setzt und gleichzeitig die Identität des Lindenhofes stärkt. Der Entwurf bietet hervorragende Voraussetzungen für ein gemischtes Wohnen für unterschiedlichste Zielgruppen", resümierte Regula Lüscher, Senatsbaudirektorin des Landes Berlin.Bewährte Hofstruktur für Neubauvorhaben Der Gewinnerentwurf von BE Berlin und lohrer.hochrein setzte sich zum Ziel, die bestehende Hofstruktur des Lindenhofs mit dem denkmalgeschützten Gebäudeensemble auch bei dem Neubauvorhaben der HOWOGE zu verinnerlichen. Vorgeschlagen wurden dafür drei Themenhöfe mit unterschiedlichen Gebäudetypen. "Die Lösung ist vorhanden. Der städtebauliche Entwurf setzt auf eine klare Differenzierung von Hof- und Waldbereichen und inszeniert damit das bestehende Ensemble. Das gesamte Areal wird damit in seiner Ursprünglichkeit gestärkt", erläuterte Prof. Dietmar Eberle, Mitinhaber der BE-Gruppe.Zwölf Architektenteams aus Berlin, Hamburg, München und Sevilla hatten rund zwei Monate Zeit für ihren städtebaulichen Entwurf. Neben dem Gewinner BE Berlin und lohrer.hochrein wurde das Team COBE Berlin und Alexandre Mellier Landschaftsarchitekt MAN MADE LAND mit dem zweiten Platz ausgezeichnet. Rang drei belegt der Vorschlag von Becher Rottkamp Generalplanung Berlin und Relais Landschaftsarchitekten.
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