Diese Auffassung vertrat Timothy Moss vom Leibniz-Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung kürzlich auf einem Kolloqium der Leibnitz-Wissenschaftsgemeinschaft zum Aufbau Ost.
Nicht immer habe der Einsatz von Fördergeldern zum Aufbau Ost auch zur Verbesserung der Stadtortvorteile geführt, so Moss. Im Gegenteil: Überkapazitäten bei Klärwerken, die mit Fördergeldern aufgebaut worden seien, hätten vielfach zu hohe Abwassergebühren und damit zu Standortnachteilen geführt. Dieser Prozess könne sich durch die Liberalisierung von Infrastruktureinrichtungen künftig noch verschärfen.Auf diesen Aspekt weist auch der BBU - nicht nur im Hinblick auf die Abwassergebühren – bereits seit geraumer Zeit hin. Betroffen sind praktisch alle kommunalen Gebühren, die auf Grund der Monopolstrukturen der Anbieter und des Mangels an vernünftigen, betriebswirtschaftlichen Herangehensweisen immer weiter steigen.