Im Februar 2005 waren in Brandenburg 275.527 Menschen arbeitslos gemeldet (Quote: 20,6%), 1.042 weniger als im Vormonat. Dieser - gegen den Bundestrend - leichte Rückgang sei zwar erfreulich, aber es kein Anlass zur Entwarnung, kommentierte Arbeitsministerin Dagmar Ziegler. Die Arbeitslosenzahlen spiegelten in aller Deutlichkeit die dramatische Situation auf dem Arbeitsmarkt in Brandenburg wider.
Die Arbeitsmarktentwicklung zeige die Notwendigkeit einer aktiven Arbeitsmarktpolitik, so Ziegler. Mit großer Sorge sehe sie vor allem die hohe Zahl der Langzeitarbeitslosen: Fast 113.000 Menschen seien inzwischen in Brandenburg seit mehr als einem Jahr ohne Arbeitsplatz. Angesichts fehlender regulärer Arbeitsplätze müsse öffentlich geförderte Beschäftigung nach wie vor angeboten werden. Nötig seien tragfähige Lösungen für die Förderung der Menschen über 55, für die Nichtleistungsbezieher und vor allem für die jungen Leute. Gegenwärtig werde im Arbeitsministerium eine Landesförderung „Aktiv für Arbeit" vorbereitet, mit der Langzeitarbeitslose, insbesondere Nichtleistungsbezieher, gefördert werden sollen. Ebenso bleibe es notwendig, Existenzgründungen aus der Arbeitslosigkeit weiterhin aktiv zu begleiteten. Wichtig seien vor allem Beratungsangebote vor der Existenzgründung. Das Land unterstützte dies z.B. mit seinen Lotsendiensten.