Hilfswerksiedlung und Stadtmission nehmen ihre gesellschaftliche Verantwortung für die Integration von Geflüchteten und Asylbewerbern in Berlin unter den besonderen neuen Bedingungen wahr und arbeiten zur Verbesserung der Situation künftig auf dem Feld der Unterbringung stärker zusammen. Wesentliche Voraussetzung einer gelungenen Integration ist die Unterbringung in geeigneten Mietwohnungen. Hierzu stellt die Hilfswerk-Siedlung GmbH 25 Prozent ihrer Leerwohnungen (15 Wohnungen) im Lupsteiner Weg in 14165 Berlin zur Verfügung. Die Mieterauswahl erfolgt in Kooperation mit Kirchengemeinden und dem Kirchenkreis.
Am 14. Dezember 2016 wurde die offizielle Eröffnung des Projekts mit Vertretern der Hilfswerk-Siedlung GmbH und der Berliner Stadtmission mit Musik und selbst zubereitetem Essen aus aller Welt gefeiert. Insgesamt 60 Personen kamen zur Eröffnung, darunter zehn Anwohner, der Gemeindepfarrer, Polizei und Vertreter von Ämtern. Auch eine Bewohnerin meldete sich zu Wort: Sie sei glücklich, dass Geflüchtete Leben in die Wohnsiedlung bringen und hoffe, dass sie sich wohl fühlen.
Integrationsförderung als Ziel
Zweck der Kooperation zwischen der Berliner Stadtmission und der Hilfswerk-Siedlung GmbH in dem neuen Projekt ist die Migrationsberatung, die Förderung der Integration in das Wohnumfeld unter besonderer Berücksichtigung der gewachsenen Bewohnerstruktur sowie die Koordinierung von ehrenamtlichem Engagement für die Geflüchteten und gemeinsame Aktivitäten im Wohnumfeld.
Dorit Brauns, stellvertretende Geschäftsführerin der Hilfswerk-Siedlung GmbH: „Wir können nicht allen Geflüchteten helfen, aber wir freuen uns, dass wir diesen Familien helfen können. Eine eigene Wohnung bedeutet immer auch wieder ein Stück Leben und Lebensqualität. Wir sind froh, diese zur Verfügung zu stellen.“
„Wir als Berliner Stadtmission wissen: Wir können dann Gutes tun, wenn wir mit anderen zusammenarbeiten. Wir wissen als Christen, dass wir es allein nicht schaffen. Wir brauchen auch die Anderen – und sind dankbar für die Kooperation mit der Hilfswerk-Siedlung GmbH“, so Stadtmissionsdirektor Joachim Lenz.
Erste Erfahrungen positiv
Gut vier Wochen nach dem Start hat sich das gemeinsame Projekt bewährt. Alltägliche Probleme zwischen den geflüchteten Familien und den anderen Anwohnern werden durch die hauptamtlichen Mitarbeiterinnen gelöst. In den täglichen Öffnungszeiten werden die Neu – Berliner in den bürokratischen Herausforderungen unterstützt, was die Betroffenen sehr schätzen.
Durch Ehrenamtliche ist es möglich, eine Hausaufgabenhilfe und ergänzende freizeitpädagogische Angebote anzubieten. Ein zweiter Büroraum wurde als Tauschraum für Kleidung, Spielzeug, und Wohnartikel eingerichtet, und immer häufiger kommen Nachbarn und spenden Sachen, zum Teil auch Möbel, wie Betten, die dann schnell weitervermittelt werden können.
Sprachkurs für Frauen
Im Januar 2017 startete ein gemeinsames „Deutsch lernen für Frauen“. Durch Gespräche bei Kaffee und Tee wird am Deutsch der Teilnehmer gefeilt. Viele Frauen sind mit diesem Wunsch an die Mitarbeiterinnen der Berliner Stadtmission vor Ort herangetreten. Daraus soll sich ein Begegnungscafé entwickeln, zu dem auch Nachbarn kommen.
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