In einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin Der Spiegel hat sich der Regierende Bürgermeister der Stadt Hamburg, Ole von Beust, gegen die Veräußerung kommunaler Unternehmen ausgesprochen.
Er sei fest davon überzeugt, dass es einen gewissen Anteil gesellschaftlicher Verantwortung gäbe, den man nicht privatisieren sollte. Die Privatisierung kommunaler Betriebe hätte nur dann Sinn, wenn die privaten Erwerber im Wettbewerb die Aufgaben besser erfüllen würden als die öffentliche Hand. Wenn, wie beispielsweise im Bereich der Energiewirtschaft, Privatisierungen aber nur zu höheren Kosten für die Kunden führen würde, sei es schon sinnvoll, diese zu hinterfragen.Den Verkauf des gesamten kommunalen Wohnungsbestandes der Stadt Dresden bezeichnete von Beust in dem Interview als Fehler. Hamburg werde einen solchen Schritt nicht gehen, weil der städtische Wohnungsbestand gerade solchen Menschen eine Heimat gebe, "die es nicht alleine schaffen. Da gibt es Mittagstische für Kinder, Grünanlagen-Pflege, kulturelle Programme. Das kann ein Privater, wenn er denn Gewinn machen will, in der Form nicht aufrechterhalten. Deswegen halten wir an den 140.000 im öffentlichen Bestand befindlichen Wohnungen in Hamburg fest."Das gesamte Interview ist im Nachrichtenportal Spiegel-Online nachzulesen unter http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,452641,00.html.