Das Unternehmen investiert dafür rund 70 Mio. €. Im Rahmen der Sanierung werden u. a. die Fassaden und Kellerdecken gedämmt, die Dächer, Balkone und Aufzüge instandgesetzt sowie alte Fenster ausgetauscht. Die notwendige Schadstoff-und Strangsanierung in den Wohnungen bedingt einen mehrwöchigen Auszug der Mieter.
Der Regierende Bürgermeister Michael Müller betont die Vorbildfunktion der kommunalen Wohnungsgesellschaften: „Das Sanierungsprojekt macht deutlich, dass die städtischen Wohnungsunternehmen Berlins ihrer sozialen und ökologischen Verantwortung gerecht werden. Das Austarieren zwischen sozialverträglichen Mieten auf der einen und Maßnahmen des Umwelt- und Klimaschutzes auf der anderen Seite unter Beibehaltung der wirtschaftlichen Stabilität stellt für die Wohnungsgesellschaften eine Herausforderung dar.“
Ingo Malter, ist zufrieden mit dem bisherigen Bauverlauf in der Siedlung mit den markanten Hochhäusern: „Obwohl das Thema Neubau zur Zeit sehr im Fokus steht, darf auch der Substanzerhalt im Bestand nicht vernachlässigt werden. Nach 50 Jahren wurde es höchste Zeit, in Lichtenrade wieder zu investieren.“
Die John-Locke-Siedlung entstand in den Jahren 1964-1969 als eines der größten Wohnbauprojekte im Südwesten Berlins. Sie verkörpert noch heute die städtebauliche Idee einer „Stadtlandschaft“: viel Grün, viel Luft, viel Weitblick. Diese Qualitäten werden im Rahmen der Sanierung, die auch die Außenanlagen berücksichtigt, wieder aufgewertet.
Neben den Baumaßnahmen werden - unter Einhaltung des vorhandenen städtebaulichen Charakters - vier Quartiere gebildet, um die Identifikation der Mieter mit ihrer Siedlung weiter zu erhöhen. Die Neugestaltung des Stadtplatzes als Zentrum der Siedlung ist bereits abgeschlossen und steht nun wieder für Feste oder Märkte zur Verfügung. Nach Abschluss der Sanierung im Jahr 2019 sollen – auch durch Umstellung der Energieträger – insgesamt ca. 2.142 Tonnen CO2 p.a. einspart werden. Damit erfüllt die STADT UND LAND einen wesentlichen Teil ihres Klimaversprechens gegenüber dem Land Berlin, den CO2-Ausstoß auf durchschnittlich 1,5 Tonnen pro Wohnung und Jahr abzusenken.
Bild: Michael Müller, Regierender Bürgermeister, Ingo Malter, STADT UND LAND Geschäftsführer und Angelika Schöttler, Bezirksbürgermeisterin Tempelhof-Schöneberg beim Anschnitt der Geburtstagstorte für die John-Locke-Siedlung in Lichtenrade (Foto: STADT UND LAND)
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