Aus alt mach neu: Mit dem Umbau von jeweils sechs Wohnungen in barrierefreie Groß-Wohnungen wird die Genossenschaftliche Wohngemeinschaft Lübben (GWG) zusammen mit der Volkssolidarität-Bürgerhilfe das erste gemeinsame Wohnprojekt für Senioren in der Spreewaldstadt errichten.
Angesichts der aktuellen Bevölkerungsentwicklung, die auch für Lübben einen wachsenden Anteil älterer Menschen bedeutet, gab es laut GWG-Vorstandsmitglied Nicole Jaegers schon länger die Idee für ein altersgerechtes Wohnkonzept: "Langfristig betrachtet, werden die Älteren aus den umliegenden Orten wegen der Infrastruktur nach Lübben ziehen. Viele wollen nicht ins Heim, allein in der Wohnung geht es aber auch nicht mehr." Zusammen mit der Volksolidarität-Bürgerhilfe wurden daher am 3. Februar Mietverträge für zwei große Wohnungen unterzeichnet, die die GWG in der Heinrich-Kleist- sowie Theodor-Fontane-Straße mit komplett neuen Grundrissen aus jeweils sechs einzelnen Wohnungen schaffen will. Vermietet werden die so entstehenden Wohngemeinschaften dann von der Volkssolidarität.Zukünftig können demenzerkrankte oder pflegebedürftige Menschen von einem ambulant betreuten Wohnungsangebot profitieren. Jeweils acht Bewohner leben in selbstbestimmten Wohngemeinschaften mit moderner Ausstattung und barrierefreien Zugängen zusammen. Die Senioren gestalten ihr Zusammenleben individuell und können auf pflegerische und hauswirtschaftliche Leistungen zurückgreifen. Die Kosten für den Umbau schätzt GWG-Vorstand Jürgen Busch auf 400.000 bis 600.000 Euro. Das Ziel sei, dass die ersten Bewohner im Sommer 2012 einziehen können. Die Volksolidarität-Bürgerhilfe und die GWG wollen ihre Zusammenarbeit fortlaufend intensivieren, so dass weitere neue Wohnformen und frei wählbare Dienstleistungen für ältere Menschen in Lübben entstehen. Nicole Jaegers, Vorstandskollege Jürgen Busch sowie die Vizepräsidentin der Volkssolidarität, Carola Ahlert, sind sich sicher, dass das Konzept angenommen wird. Der Genossenschaftsgedanke des lebenslangen Wohnens wird mit solch gemeinsamen Wohnprojekten unterstützt und soll gerade älteren GWG-Mitgliedern den Verbleib in ihrer vertrauten Umgebung ermöglichen.
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