GSW: ERFOLGREICHER WEG

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GSW-Chef Thomas Zinnöcker über das Wachstums Berlins und der GSW Welche Aussichten sehen Sie für Berlin in den nächsten Jahren?Sehr gute. Die Stadt wird immer attraktiver und beliebter. Die Einwohnerzahl und die Wirtschaft wachsen. Andererseits ist aber für die Stadt noch viel zu tun. Nach wie vor gibt es zu wenig Arbeitsplätze. Und bei Wohnungen zeichnet sich wieder eine gewisse Knappheit ab.Wollen Sie in nächster Zeit neue Wohnungen bauen?Das haben wir nicht vor. Da Neubauwohnungen nicht mehr staatlich gefördert werden und die Bauvorschriften sehr anspruchsvoll sind, rechnen sie sich nur mit Quadratmeter-Mieten von zehn Euro oder mehr. Wir wollen aber Angebote für breite Bevölkerungsschichten machen und wir unterstützen den Berliner Wohnungsmarkt auf vielfältige Art. Wir verwalten unsere Bestände kostengünstig und professionell, was letztlich den Mietern zugute kommt.  Und wir wollen in den nächsten Jahren weitere Wohnungen kaufen. Denn wir können um so wirtschaftlicher handeln, je mehr Wohnungen wir in der Stadt besitzen.Warum kaufen Sie weitere Häuser, statt das Geld in bereits vorhandene GSW-Wohnungen zu stecken?Beides schließt sich nicht aus. Im vorigen Jahr haben wir für 41,2 Millionen Euro Wohnungen instand gehalten und modernisiert. Das setzen wir ständig fort. Wir schicken aber die Handwerker nicht mal hierhin und mal dorthin, sondern arbeiten vorzugsweise in einem Haus alles auf einmal ab. Das belastet die Mieter am wenigsten und spart unnötige Zusatzkosten.Von wem wollen Sie kaufen?Der Berliner Markt ist lebhaft. So haben vor etwa fünf bis zehn Jahren zahlreiche ausländische Unternehmen hier Wohnungen erworben. Jetzt wollen sie die aus unterschiedlichen Gründen loswerden und suchen einen seriösen und soliden Käufer.Was ändert sich für die Bewohner?Sie kommen unter das Dach des führenden privaten Wohnungsunternehmens der Stadt. Das dürfte für sie günstiger sein, als wenn die Zentrale ihrer Firma weit weg in einem anderen Land oder gar in einem anderen Erdteil sitzt.GSW-Aktien werden seit April an der Börse gehandelt. Schafft das nicht viel Unruhe auch für uns Mieter? Nein, im Gegenteil. Es stärkt die finanzielle Basis der GSW. Der Börsengang war einer der erfolgreichsten in Europa im Jahr 2011. Und die typischen GSW-Aktionäre setzen nicht auf hektische Kursschwankungen, sondern auf stetige Mieterträge und solides Wachstum. An der Frankfurter Börse ist die GSW jetzt im MDAX. Was hat das zu bedeuten?Im MDAX sind nicht die ganz großen Weltkonzerne wie Daimler oder Siemens, jedoch 50 andere große und mittelgroße Unternehmen aus klassischen Branchen, die in Deutschland tätig sind.  Der MDAX spiegelt deren Kursentwicklung wieder und gibt so ein gutes Bild von der Markt- und Konjunkturlage. Wir sind stolz darauf, jetzt mit Konzernen wie Axel Springer, Continental, Hugo Boss und TUI in einer Börsenliga zu spielen. Und es bringt auch direkte Vorteile: Etliche Investoren stecken ihr Geld nur in Firmen, deren Aktien in einen angesehenen Index aufgenommen sind. Gerade international wird ein Unternehmen durch Aufnahme in den MDAX bekannter. Das schafft noch bessere Voraussetzungen für unser Wachstum. Das wiederum kommt letztlich unseren Mietern zugute, es sichert und schafft Arbeitsplätze und hilft damit ganz Berlin, auf seinem erfolgreichen Weg ein Stück weiterzugehen.

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Braun
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