Am 21. September tagt der Gründungskonvent der Bundesstiftung Baukultur. Mehr als 300 berufene Mitglieder werden die künftige Arbeit der neu gegründeten Stiftung erörtern und ihre Gremien wählen. Aufgabe der Stiftung ist es, die Qualität des Planungs- und Bauwesens in Deutschland national wie international darzustellen sowie das Bewusstsein für gutes Planen und Bauen bei den Akteuren und der Bevölkerung zu stärken.
Der GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V. hat als Vertreter der Bauherrenseite die Gründung einer Bundesstiftung Baukultur von Anfang an unterstützt. GdW–Präsident Lutz Freitag betonte, dass die Kooperation zwischen Bauherren, Nutzern und Planern ins Zentrum der Förderung der Baukultur in Deutschland rücken müsse. Nur so sei zu erreichen, dass Baukultur auch von der Öffentlichkeit als wichtiges Thema - und nicht als exklusive Domäne von Planern - wahrgenommen werde.Bauherren schaffen mit ihren Investitionen erst die wirtschaftliche Basis für das Bauen. Sie sorgen insoweit auch für die materiellen Voraussetzungen einer Baukultur. Um baukulturelle Qualität im Wohnungsbau zu fördern, hat der GdW gemeinsam mit dem Deutschen Städtetag und dem BDA Bund Deutscher Architekten bereits 1986 die Arbeitsgruppe KOOPERATION ins Leben gerufen, die jährlich den Wettbewerb zum Deutschen Bauherrenpreis auslobt. Dieser bundesweit bedeutsamste Wohnungsbaupreis, der mit der Zielsetzung "Hohe Qualität zu tragbaren Kosten" für Baukultur im Wohnungsbau wirbt, ist als Gemeinschaftsinitiative von Planern, Bauherren und Nutzern angelegt. Der diesjährige Bauherrenpreis in der Kategorie Modernisierung wird am 24. Oktober 2007 im Rahmen der Leipziger Baufachmesse vergeben.