In Neuseddin wurde am 27. September die Arbeitsgemeinschaft "Historische Dorfkerne in Brandenburg" gegründet. Sie versteht sich als Ergänzung zur Arbeitsgemeinschaft Städte mit historischen Stadtkernen, die 25 Städte im Land vertritt.
Eine große Zahl von brandenburgischen Dörfern konnte trotz Kriegen und verfehlter Siedlungspolitik ihre historische Kernstruktur bewahren, kommentierte Agrarstaatssekretär Dietmar Schulze die Neugründung. In der DDR sei es wegen fehlender Baukapazitäten zu wenigen Veränderungen im Erscheinungsbild der Dörfer gekommen. Das erhaltene Ortsbild und das baukulturelle Erbe machten heute den Reiz der Brandenburger Dörfer aus. Statt in den Wohnungsneubau auf der Grünen Wiese müsse das Interesse in den Ausbau vorhandener alter Bausubstanz in Ortskernen gelenkt und gezielt unterstützt werden. Von der neu gegründeten Arbeitsgemeinschaft würden künftig wertvolle Impulse für die Erhaltung und Entwicklung der Dörfer ausgehen, so Schulze.Gründungsmitglieder der AG „Historische Dorfkerne in Brandenburg“ sind die Orte Hohenfinow (Barnim), Gülp (Havellan), Neulietzegöricke (Märkisch-Oderland), Buberow (Oberhavel), Burg und Bloischdorf (Spree-Neiße), Behlendorf (Oder-Spree), Fredersdorf und Wiesenburg (Potsdam-Mittelmark), Groß Breese (Prignitz) und Annenwalde (Uckermark).