GROSSJUBILÄUM IN FRANKFURT (ODER): WOHNBAU WIRD 120

PDF
Ein großes Fest, prominente Gäste, beeindruckende Bilanz – am 17. Dezember 2012 beging die Wohnungsbaugenossenschaft Frankfurt (Oder) eG ein ganz besonderes Jubiläum. Denn an diesem Tag vor genau 120 Jahren gründete sich der Beamten-Wohnungs-Verein zu Frankfurt an der Oder, dessen Häuser heute zum Bestand der Genossenschaft gehören. In festlichem Rahmen im Kleistforum waren zahlreiche Gäste der Einladung der Genossenschaft gefolgt. "Es ist eine glückliche Fügung, dass unser Jubiläum gerade in das Internationale Jahr der Genossenschaften fällt", freute sich Genossenschaftsvorstand Dr. Michaela Schmitz-Schlär. Unter den prominenten Gratulanten waren auch Brandenburgs Infrastrukturminister Jörg Vogelsänger und BBU-Vorstandsmitglied Maren Kern. Die Festrede hielt Dr. Angelika Riemer, bis zu ihrer Pensionierung Mitglied der Geschäftsführung des GdW und frühere Stellvertrete¬rin des Präsidenten des GdW. Echter PioniergeistDie WohnBau Frankfurt (Oder) in ihrer heutigen Form hat sich über viele Jahre aus dem sukzessiven Zusammenschluss kleinerer Genossenschaften entwickelt. So ergibt sich eine lange Tradition im Dienst der Kleiststadt und ihrer Menschen – von der stürmischen Entwicklung der Stadt zu Beginn des 20. Jahrhunderts über die Bewältigung des Wiederaufbaus nach den Verwüstungen des Zweiten Weltkriegs bis hin zu den enormen Anforderungen von Bestandsmodernisierung und Stadtumbau nach der Wiedervereinigung. Bis heute stellt sich die Genossenschaft – eine der größten Deutschlands – den Herausforderungen immer auch mit Blick auf die weiterhin positive Entwicklung der Stadt. "Die Genossenschaften in Frankfurt an der Oder haben immer wieder echten Pioniergeist bewiesen", lobte denn auch Infrastrukturminister Vogelsänger in seinem Grußwort. BBU-Vorstand Kern sah die WohnBau als Paradebeispiel für das, was sie "den genossenschaftlichen Wohlfühl- und Mitmachfaktor" nannte: Die Möglichkeit, sich in einer guten Gemeinschaft wohl und mit der Heimat verbunden zu fühlen. Festrednerin Dr. Riemer erinnerte in ihrer Laudatio an die schwierige Lage der Wohnungsunternehmen nach Wende und deutscher Einheit: "Es herrschte Wohnungsmangel, die Wohnun¬gen waren oft in einem desolaten Zustand, die Sicher¬heit fehlte und die Mieten waren zu niedrig, um anfal¬lende Kosten begleichen zu können." Genossenschaften, so das allgemeine Fazit, stehen damals wie heute in besonderem Maße für Tradition und Innovation, für gutes Wohnen zu fairen Preisen, für funktionierende Nachbarschaften und für nachhaltige Wohnsicherheit. "Aktion Pausenbrot"Für die WohnBau Frankfurt waren Jubiläum und "Internationales Jahr der Genossenschaften" auch gute Anlässe, um auf ihre wichtige Rolle für Mitglieder und Stadt aufmerksam zu machen. Die Genossenschaft ist eine der großen Unternehmen in der Oderstadt, wo sie auch zu den größten Arbeit- und Auftraggebern gehört. Aber auch für Kultur und soziales Engagement setzt sie sich stark ein: Beispielsweise in ihren regelmäßigen Konzerten mit jungen Musikern, die an die alte Kammermusiktradition der Stadt anknüpfen. "Sie schaffen den Spagat, zugleich nachhaltig zu wirtschaften und sozial verantwortlich zu handeln", unterstrich Kern.  Und Minister Vogelsänger lobte: "Sie zeigen, dass Genossenschaften für lebenswerte Städte im Land Brandenburg unverzichtbar sind." Dass soziales Engagement bei der WohnBau groß geschrieben wird, zeigte auch eine im Rahmen der Festveranstaltung durchgeführte Aktion: Die Genossenschaft unterstützte dabei zum wiederholten Male die "Aktion Pausenbrot".  An fünf Frankfurter Schulen verteilen drei Projektteilnehmerinnen in der großen Pause pro Woche dabei mehr als 600 Stullenpakete, frisches Obst und Getränke. Dr. Schmitz-Schlär freute sich: "Die Förderung von Kindern unserer Stadt liegt uns sehr am Herzen." Bei der Festveranstaltung wurden insgesamt rund 2.600 Euro an Spenden eingesammelt.

Ansprechpersonen

 Kerstin Braun
Kerstin
Braun
Mitarbeiterin
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
T +49 (30) 89781 - 122