Nach Mitteilung des statistischen Bundesamtes vom 10. Dezember sind die Großhandelspreise im November 2008 gegenüber dem Vorjahresmonat um 0,8 Prozent gesunken. "Vor dem Hintergrund ist mit einem weiteren Rückgang der Inflation zu rechnen", so BBU-Statistikexpertin Petra Burkhardt.
Dies war der stärkste Rückgang gegenüber dem Vorjahresmonat seit Juni 2002 (-1,0 %). Im Oktober 2008 hatte die Jahresveränderungsrate noch bei 3,6 Prozent und im September 2008 sogar noch bei 5,8 Prozent gelegen. Im Vergleich zum Oktober 2008 sank der Großhandelspreisindex im November 2008 um 3,3 Prozent. Ein derart starker Preisrückgang gegenüber dem Vormonat wurde seit Beginn dieser Indexberechnung im Jahr 1968 noch nicht beobachtet. Er resultiert insbesondere aus den gefallenen Preisen für feste Brennstoffe und Mineralölerzeugnisse (-9,3 %) sowie für Erze, Eisen, Stahl, Nicht-Eisen-Metalle und deren Halbzeug (-5,9 %). Die rückläufigen Energiepreise führten auch im Vorjahresvergleich zu einem Preisrückgang bei festen Brennstoffen und Mineralölerzeugnissen (-3,1 %). In der Landwirtschaft und im Nahrungsmittelsektor waren Preisrückgänge auf Großhandelsebene im Vormonats- und im Vorjahresvergleich zu beobachten. Obst, Gemüse und Kartoffeln verbilligten sich um 5,7 Prozent gegenüber Oktober 2008 (-1,2 % gegenüber November 2007). Auch die Preise für Getreide, Saaten und Futtermittel sanken im Vergleich zum Vormonat (-4,7 %). Gegenüber dem Vorjahresmonat lag die Preisänderungsrate bei -32,6 %. Milch und Milcherzeugnisse, Eier, Speiseöle und Nahrungsfette waren ebenfalls billiger als im Oktober 2008 (-2,9 %). Gegenüber dem Vorjahresmonat war ein Preisrückgang von 7,1 Prozent zu verzeichnen.