Die im Arbeitskreis StadtSpuren organisierten Potsdamer Wohnungsunternehmen haben für ihre Mieter günstigere Konditionen für den Bezug von Fernwärme ausgehandelt. Ab dem 1. Januar 2010 sinkt der Preis für die Fernwärmeversorgung je Megawattstunde um sechs Prozent, was einer Senkung um 5,47 Euro entspricht. "Damit haben wir den seit den 90er Jahren anhaltenden Preisanstieg gestoppt und den Trend umgekehrt", freut sich Ulf Hahn, Vorsitzender des Arbeitskreises.
Fernwärme versorgt die Wohnungen neben der Heizung auch mit Warmwasser, beides maßgebliche Positionen der jährlichen Betriebskosten. Eine Familie in einer 75 Quadratmeter großen Wohnung wird künftig bei gleich bleibendem durchschnittlichen Verbrauch 43 Euro im Jahr sparen, bei einem Mieter einer 60 Quadratmeterwohnung sind es bei gleich bleibendem durchschnittlichen Verbrauch immerhin noch 34 Euro im Jahr. Die Verhandlungen mit den Potsdamer Stadtwerken, bei denen der Arbeitskreis StadtSpuren vom BBU unterstützt wurde, kamen auf Initiative des Arbeitskreises zustande. Angesichts der deutlich gesunkenen Energiepreise hatte der Arbeitskreis die Konditionen für Fernwärme für das kommende Jahr hinterfragt und eine Senkung angemahnt. Im Rahmen der konstruktiven Verhandlungsrunden, die am Ende mit einem deutlichen Einlenken der Stadtwerke abgeschlossen werden konnten, wurde ein Vierjahresvertrag für die Lieferung von Fernwärme mit einer Laufzeit vom 1. Januar 2010 bis zum 31. Dezember 2013 vereinbart. Mit diesem Vertrag werden den Mietern unabhängig von möglichen Preissteigerungen auf den Energiemärkten stabile mehrjährige Konditionen für den Bezug von Fernwärme gesichert. Nutznießer dieser Vereinbarung werden auch die Mieter der Potsdamer Wohnungsgenossenschaften im BBU sein, die nicht im Arbeitskreise StadtSpuren mitarbeiten. Ulf Hahn: "Wir haben gegenüber der EWP in traditioneller genossenschaftlicher Solidarität auch die Interessen der mehreren Tausend Mitglieder vertreten, deren Genossenschaften nicht im Arbeitskreis mitarbeiten."Im Arbeitskreis StadtSpuren kooperieren seit 1997 sechs Potsdamer Wohnungsunternehmen auf verschiedenen Themenfeldern. Sie verfügen mit ihren knapp 30.000 Wohnungen über rund 35 Prozent aller Wohneinheiten in Potsdam. Neben dem kommunalen Unternehmen GEWOBA wirken in StadtSpuren die fünf Genossenschaften GWG Bauverein Babelsberg, Gewoba eG Babelsberg, Potsdamer Wohnungsgenossenschaft 1956, Wohnungsbaugenossenschaft 1903 und Wohnungsgenossenschaft "Karl Marx" Potsdam mit.