Die Statistischen Ämter des Bundes und der Länder haben eine Gemeinschaftsveröffentlichung "Sozialhilfe regional 2003" herausgegeben, die erstmals einen Überblick über die Anzahl der Sozialhilfeempfänger in den 439 Kreisen und kreisfreien Städten Deutschlands gibt.
Sozialhilfe-EmpfängerquoteDanach ist das Risiko, auf Sozialhilfe angewiesen zu sein, in den Stadtstaaten Bremen (9,2%), Berlin (7,7%) und Hamburg (6,9%) deutschlandweit am höchsten, während es in Süddeutschland in der Regel deutlich geringer ausfällt. So lag die Sozialhilfequote (Anteil der Empfänger von laufender Hilfe zum Lebensunterhalt außerhalb von Einrichtungen an der Bevölkerung in Prozent) zum Jahresende 2003 in den bayerischen bzw. baden-württembergischen Kreisen mit 1,8 bzw. 2,1 Prozent deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von 3,4 Prozent. In Brandenburg lag der Landesdurchschnitt bei 3,0 Prozent. Die niedrigste Quote wies der Landkreis Potsdam-Mittelmark mit 1,5 Prozent auf, die höchsten Anteile hatten der Landkreis Uckermark mit 4,2 Prozent und die kreisfreie Stadt Frankfurt (Oder) mit 4,3 Prozent.Durchschnittliche AnspruchshöheIm Bundesdurchschnitt wurden zum Jahresende 2003 einer HLU-Bedarfsgemeinschaft 397 Euro pro Monat als Nettoanspruch gewährt. Der höchste durchschnittliche HLU-Nettoanspruch in Höhe von 556 Euro pro Monat ergab sich für die kreisfreie Stadt Frankfurt/Main, der niedrigste Wert wurde für den Landkreis Spree-Neiße ermittelt (240 Euro pro Monat).In der Hälfte der Kreise und kreisfreien Städte lag der durchschnittliche HLU-Nettoanspruch unter 375 Euro pro Monat. Am häufigsten war die Größenklasse von 350 Euro bis 400 Euro besetzt; für fast 35% der Kommunen errechnete sich ein durchschnittlicher HLU-Nettoanspruch in dieser Größenordnung. Bei den zehn Regionen mit dem höchsten durchschnittlichen HLU-Nettoanspruch handelt es sich um westdeutsche kreisfreie Städte. Am unteren Ende rangierten ostdeutsche Landkreise. Bruttokaltmieten der Sozialhilfeempfänger-HaushalteDie durchschnittliche Bruttokaltmiete einer HLU-Bedarfsgemeinschaft belief sich zum Jahresende 2003 in Deutschland auf monatlich 299 Euro. Die höchste durchschnittliche Bruttokaltmiete ergab sich für den Kreis Starnberg mit 430 Euro pro Monat, der niedrigste Wert wurde für den Kreis Hildburghausen mit 145 Euro pro Monat ermittelt. In der Hälfte der Kreise und kreisfreien Städte lag die durchschnittliche monatliche Bruttokaltmiete unter 268 Euro. In über 70% der Fälle lag die Bruttokaltmiete pro Monat zwischen 200 und 300 Euro.Bei den zehn Regionen mit der höchsten Bruttokaltmiete handelt es sich ausschließlich um westdeutsche, insbesondere bayerische Landkreise oder kreisfreie Städte. Auf der anderen Seite handelt es sich bei den zehn Regionen mit der niedrigsten monatlichen Bruttokaltmiete zum Großteil um ostdeutsche Kreise. Dabei ist ein Zusammenhang zwischen der Höhe des HLU-Nettoanspruchs und dem Mietenniveau für einige Regionen deutlich erkennbar: So gehen die relativ niedrigen durchschnittlichen HLU-Nettoansprüche in ostdeutschen Regionen einher mit ebenfalls niedrigen durchschnittlichen Bruttokaltmieten der HLU-Bedarfsgemeinschaften in diesen Kreisen bzw. kreisfreien Städten.Der Bericht „Sozialhilfe regional 2003“ steht Zugangsberechtigten im Internetangebot des BBU als PDF-Download zur Verfügung. Bericht "Sozialhilfe regional 2003" (1,8 MB)
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446AE_Sozialh_Regional
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