Der Bundeswirtschaftsminister machte klar: "Bei den Gaspreisen gilt im Moment eine einfache Regel. Wer heute die Erdgaspreise erhöht, wird sie übermorgen auch wieder senken müssen. Wer bereits gestern die Bürger stärker zur Kasse gebeten hat, muss bereits morgen die Rechnung kürzen."
Einige Gasanbieter würden bereits zum Jahresende niedrigere Preise aufrufen müssen, so Glos. Er werde sehr genau und öffentlich beobachten, ob Unternehmen Preissenkungen nicht weiter gäben. Das Bundeskartellamt habe den Markt ebenfalls im Blick. Hintergrund für die Forderung des Ministers ist die Bindung der Importpreise für Erdgas an die Ölpreis- bzw. Heizölpreisänderungen. Diese werden mit einem Zeitverzug von etwa einem halben Jahr letztlich an den Bürger weitergegeben. "Dass dies nicht nur für Preiserhöhungen sondern auch für Preissenkungen gilt, kann der Verbraucher selbst mit beeinflussen. Ich appelliere zudem an die Verbraucher, die verbesserten Möglichkeiten des Lieferantenwechsels auch wahr zu nehmen, wenn sie dadurch sparen können", erklärte Glos. Die hohen Gaspreise machten deutlich, dass eine nachhaltige Regulierung erforderlich sei, um unangemessene Spielräume bei der Preisgestaltung zu beseitigen. Der Minister ermutigte die Bundesnetzagentur, ihre Arbeit im Interesse der Verbraucher konsequent fortzusetzen. Der Wettbewerb auf dem Gasmarkt müsse noch viel stärker in Fahrt kommen.