Der denkmalgeschützte Glaßbrennerblock im nördlichen Prenzlauer Berg wurde grundsaniert. Die GEWOBAG feierte mit allen Mietern am 22. Juni 2012 den Abschluss der Sanierungsarbeiten im Rahmen einer sommerlichen Kaffeetafel.
Als Dank für das kooperative Miteinander, die Geduld und das Verständnis überreichte GEWOBAG-Vorstand Hendrik Jellema jedem Mieter das Buch "Der Glaßbrennerblock. Geschichte und Modernisierung. 1929–2012". Bezirksbürgermeister Matthias Köhne, der Bezirksbaustadtrat Holger Kirchner sowie GEWOBAG-Prokurist Wolfram Tarras wohnten ebenfalls dem Sanierungsabschlussfest bei. Das Gebäudekarree liegt an der Glaßbrennerstraße/Ecke Kuglerstraße 53-55. Sozialverträgliche ModernisierungVon März 2010 bis Mai 2012 wurde der denkmalgeschützte Glaßbrennerblock, der rund 200 Wohnungen umfasst, vollsaniert. Dafür wurde ein öffentlich-rechtlicher Vertrag mit dem Bezirk Pankow geschlossen, der die sozialverträgliche Gestaltung der Sanierung regelt. Es ist der erste Vertrag dieser Art zwischen dem Bezirk und der GEWOBAG. Der Vertrag sollte sicherstellen, dass die Mieten auch nach der Sanierung für die Bewohner bezahlbar bleiben. Für soziale Härtefälle wurden in dem Vertrag gesonderte Mietregelungen vereinbart. Der 1929 gebaute Glaßbrennerblock befindet sich zudem in einem Milieuschutzgebiet. Das bedeutet: Das äußere Erscheinungsbild von Gebäuden darf nicht verändert und Mieter nicht durch steigende Mieten verdrängt werden. Um den Wohnkomfort zu erhöhen und die Betriebskosten zu senken, investierte die GEWOBAG insgesamt rund 12 Millionen Euro. "Durch die energetische Modernisierung leisten wir einen wesentlichen Beitrag für den Klimaschutz und zur Energieeinsparung", erklärte GEWOBAG-Vorstand Hendrik Jellema. "Außerdem war es uns sehr wichtig, die Schönheit des denkmalgeschützten Ensembles neu zur Geltung zu bringen. Für die Mieter strahlt der Glaßbrennerblock seit der Sanierung wieder von innen und außen – indem er die Vorteile von Alt und Jung in sich vereint", so Jellema. Der Pankower Bezirksbürgermeister Matthias Köhne freut sich darüber, dass die GEWOBAG als städtisches Wohnungsunternehmen eine sozial verträgliche Modernisierung im Einvernehmen mit den Mieterinnen und Mietern durchgeführt hat. "Der moderate Mietanstieg, ein Mietsozialplan und die intensive Kommunikation haben dazu beigetragen, dass über 85 Prozent der Mieter auch nach den Modernisierungsarbeiten in ihren Wohnungen geblieben sind", schreibt Matthias Köhne im Grußwort zum Buch "Der Glaßbrennerblock". Die durchschnittliche Nettokaltmiete beträgt bei den Bestandsmietern nach Sanierungsabschluss 4,71 Euro, im gesamten Gebäude beläuft sich die durchschnittliche Nettokaltmiete auf 6,04 Euro.Für die Dauer der Bauarbeiten wurden Ersatzwohnungen für die Mieter bereitgestellt. Die zuvor leerstehenden Wohnungen konnten neu vermietet werden. Über das Sanierungsergebnis freute sich GEWOBAG-Mieterin Anke-Madlen Jaeckel: "Besonders dankbar bin ich für die neuen Fenster mit Wärmedämmung und Lärmschutz." Auch die Familie Mörsel und Krenzke ist zufrieden mit ihrer sanierten Wohnung. "Es war uns wichtig, dass die Miete finanzierbar bleibt. Das ist zum Glück trotz leicht erhöhter Miete weiterhin möglich, weil die Energiekosten dank Wärmedämmung und neuen Fenstern stark gesunken sind", sagte Sabine Mörsel. Vollsanierung vom Keller bis zum DachZu den Sanierungsarbeiten gehörten die komplette Wärmedämmung, die Ausbesserung oder der Einbau neuer Kastendoppelfenster, der Austausch der Elektroanlage und aller Leitungen sowie die Installation einer zentralen Heizanlage. Außerdem wurde das Dach neu gedeckt. Zu den Sanierungsarbeiten gehörte weiterhin das Abschleifen und Versiegeln der Dielen in den Wohnungen sowie das Auswechseln anderer Bodenbeläge. Sämtliche Bäder sind neu gefliest und mit modernen Armaturen ausgestattet worden. Die Gestaltung des Innenhofs nach historischem Vorbild schloss die Sanierungsarbeiten ab. Prototyp einer sozial verantwortlichen BauweiseDie Wohnanlage Glaßbrennerblock wurde im Jahr 1929 errichtet. Auf die durch die Industrialisierung verursachte Wohnungsnot in den Städten reagierten Architekten der Moderne mit Plänen für effiziente, lebensfreundliche Wohnsiedlungen. Licht, Luft, Sonne waren drei zentrale Themen bei der Umgestaltung. Die Architektur des Glaßbrennerblocks ist ein typisches Beispiel für diese Hinwendung zu einer sozial verantwortlichen Bauweise. Besonders die Außenfassaden des Glaßbrennerblocks nutzen den Raum effizient aus. Sie gruppieren sich um einen parkähnlichen, hellen Innenhof, der den Mietern Raum zur Erholung bietet.
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