Unabhängig von der Frage, wie viele Menschen aus anderen Ländern und Kulturen Deutschland aufnehmen kann, ohne die eigene Identität zu verlieren, wird im politischen Raum immer wieder betont, dass es vor allem darum gehen muss, die Ursachen der Flucht in den Heimatländern der Flüchtlinge zu bekämpfen und zu beseitigen, Bedingungen zu schaffen, die ein menschenwürdiges Leben auch in den armen Ländern der Welt ermöglichen. Dazu gehört vor Allem, wenigstens in bescheidenen Verhältnissen zu wohnen. Um dieses Grundrecht der Menschen auch in wirtschaftlich schwachen Ländern zu unterstützen, ist schon im Jahr 1969 ein Verein der kommunalen und privaten Wohnungsunternehmen und Wohnungsgenossenschaften in Deutschland gegründet worden, die „Deutsche Entwicklungshilfe für soziales Wohnungs- und Siedlungswesen e.V.“ (kurz: DESWOS). Der Verein ist eine konfessionell und politisch unabhängige gemeinnützige nichtstaatliche Hilfsorganisation. Auftrag des Vereins ist, Wohnungsnot und Armut in Entwicklungsländern zu überwinden und Hilfe beim Bau von Wohnraum und Siedlungen für Not leidende Familien und bei der Sicherung ihrer Existenz zu leisten. Auch die GeWoSüd unterstützt die Arbeit dieses Vereins in Afrika, Asien und Südamerika seit vielen Jahren mit kleineren und gelegentlich auch etwas größeren Spenden.
Mit einer etwas größeren Spende hat die GeWoSüd vor einigen Jahren ein Hausbauprojekt in Nikaragua unterstützt. Mit nur wenig mehr als 2.500 Euro (etwa ein Euro pro GeWoSüd-Wohnung) konnte in einem Dorf in Nikaragua ein komplettes Haus für eine Handwerkerfamilie errichtet werden. Dies war ganz konkrete „Hilfe zur Selbsthilfe.“
In 2017 spendet die GeWoSüd auch wieder einen höheren Betrag, diesmal für den Bau eines Mädchenwohnheimes mit angeschlossener Sekundarschule in Mulanga in Sambia (früher Nordrhodesien) im südlichen Afrika, initiiert und getragen durch eine örtliche Eltern-Lehrer-Initiative. Sambia ist ein bitterarmes, überwiegend christliches Land, in dem 60 Prozent der Bevölkerung unter der nationalen Armutsgrenze lebt. Das Durchschnittsalter der Bevölkerung liegt bei knapp 17 Jahren. Fast die Hälfte der Bevölkerung besteht aus Kindern bis 14 Jahren. Nur wenige Menschen werden in Sambia alt. Viele Kinder haben keine Eltern oder erwachsene Verwandte mehr. Deshalb ist das DESWOS-Projekt „Mädchenwohnheim in Sambia“ besonders unterstützungswürdig, um insbesondere schutzlosen Mädchen ein Zuhause und eine Schulausbildung zu ermöglichen. Eine Grundvoraussetzung, um zu überleben und als junge Erwachsene eine eigene Existenz aufzubauen. Der Vorstand der GeWoSüd hat diese zweckgebundene Spende in Höhe von 3.000 Euro beschlossen und am 30. November 2017 dem Verein zur Verfügung gestellt.
Foto: GeWoSüd
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