GeWoSüd feiert Richtfest für 17 außergewöhnliche Wohnungen im Schöneberger Lindenhof

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Neubau an denkmalgeschützten Bauten ist selten und setzt sowohl eine hohe formale, als auch eine hohe Ausführungsqualität voraus. Am 4. Juli 2014 feierte die GeWoSüd im historischen Lindenhof in Berlin-Schöneberg Richtfest für 17 Wohnungen, die auf den denkmalgeschützten Bestand von 1920 aufgestockt wurden. Die 62 bis 120 Quadratmeter großen neuen Wohnungen verfügen teilweise über eine Galerie und nutzen die volle Höhe des Dachraumes.

Angelika Schöttler, Bezirksbürgermeisterin von Tempelhof-Schöneberg, erinnerte an die Anfänge der Siedlung vor 96 Jahren, als die Stadt Schöneberg den Bau der Siedlung beschloss und nach drei Monaten mit dem Bau in Regie und auf Rechnung der Kommune begonnen werden konnte. Die Bürgermeisterin lobte die Initiative der Genossenschaft, hier „kostenbewusst mit dem traditionellen Baustoff Holz zu bauen, der unter allen Baustoffen die günstigste Klimabilanz aufweist”.

Für Genossenschaftsvorstand Norbert Reinelt ermöglicht die Holzbauweise eine Miete zu kalkulieren, die bei 6,2 Millionen Euro Baukosten für den Dachausbau, die Fassaden und Treppenhäuser für Berlin günstige 7,60 Euro netto kalt erreicht. Die Wohnungen werden ausschließlich an vorgemerkte Mitglieder der Genossenschaft vergeben.

Unter den etwa 100 Gästen des Richtfestes war auch Berlins Innenstaatssekretär Bernd Krömer, der sich noch als Baustadtrat von Tempelhof-Schöneberg für die Ausbauten im  Dachgeschoss der denkmalgeschützten Lindenhofbauten eingesetzt hatte. GeWoSüd-Vorstand Norbert Reinelt dankte besonders für dieses Engagement, das zu Ergebnissen führte, die bereits 2009 mit dem Zukunftspreis der Immobilienwirtschaft ausgezeichnet wurden.

Der Bau unter einem Schutzdach wurde im Februar vergangenen Jahres begonnen. Im April dieses Jahres wurden die ersten der neuen Wohnungen bezogen. Jetzt wurde auf der Hälfte des gut  250 Meter langen Bauteils das Richtfest gefeiert. Das Bauvorhaben wird Ende März nächsten Jahres voraussichtlich abgeschlossen werden.

In einem Zeitraffervideo kann die bisher vierzehnmonatige Bautätigkeit in gut zwei Minuten nachvollzogen werden: http://youtu.be/UKQX7pkbpwA.

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 Kerstin Braun
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