Kein Leerstand und nachhaltige Aufwertung des Stadtbildes: "Mit ihrem Neubauprojekt hat die Wohnungsgenossenschaft Beeskow 1959 e.G. Stadt und Menschen einen besonderen Dienst erwiesen", so die Jury bei der Verleihung des Qualitätssiegels "Gewohnt gut" am 10. Februar.
"Bei diesem innerstädtischen Neubauprojekt ist nicht nur jedes Haus etwas Besonderes: Auch bei den Wohnungen selber wurde auf jedes Detail geachtet", so Jurymitglied Dr. Wolfgang Schönfelder, Leiter der BBU-Landesgeschäftsstelle Potsdam, zur Begründung der Auszeichnung. Jürgen Schweinberger, Abteilungsleiter für Stadtentwicklung und Wohnungswesen im MIL: "Die Wohnungsgenossenschaft Beeskow 1959 e.G. in diesen Häusern die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass alt und jung zusammenleben können. Das ist vorbildlich. Ich gratuliere dem Wohnungsunternehmen von Herzen zu dieser hoch verdienten Würdigung." Das Konzept der Wohnungsgenossenschaft: Maßgeschneiderter Wohnraum für jede Altersstufe. "Die Wohnungen im Erdgeschoss haben wir barrierearm gestaltet. Deshalb sind sie für Senioren besonders gut geeignet. Im Obergeschoss haben wir Wohnungen für Familien mit Kindern. Und das Dachgeschoss haben wir zu Wohnungen für junge Leute ausgebaut, weil denen das Treppensteigen am wenigsten ausmacht", erläutert Dietmar Schulz, Vorstandsvorsitzender der Genossenschaft. "Wir freuen uns sehr, dass wir für dieses Projekt mit dem Qualitätssiegel ausgezeichnet werden. Das ist eine große Ehre." Bei dem Projekt handelt es sich um fünf Häuser, die an Stelle abgerissener Nachkriegsbauten nahe der Innenstadt von Beeskow zwischen 2001 und 2005 von der Wohnungsgenossenschaft neu errichtet wurden. Die Investitionen beliefen sich auf rund drei Millionen Euro. Das QualitätssiegelDas Qualitätssiegel "Gewohnt gut – Fit für die Zukunft" wird monatlich vom Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V. (BBU) vergeben und steht unter der Schirmherrschaft von Brandenburgs Infrastrukturministerin Jutta Lieske. Durch die Auszeichnung beispielhafter Projekte soll darauf aufmerksam gemacht werden: Für die Wohnungsunternehmen sind auch Stadterneuerung und Aufwertung zentrale Bestandteile des Stadtumbauprozesses. Über die Preisvergabe entscheidet eine Jury, die neben dem Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V. (BBU) aus Vertretern der Arbeitsgemeinschaft "Innenstadtforum Brandenburg", dem Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung (IRS), sowie dem MIL besteht. BUNTES LEBEN: ALLE GENERATIONEN UNTER EINEM DACH Kinder, junge Familien und Senioren – so breit ist das Altersspektrum in den fünf Häusern Am Wiesenring 1-4a der Wohnungsgenossenschaft Beeskow 1959 e.G. "Diese Durchmischung macht das Wohnen hier bunt und interessant", so Dietmar Schulz, Vorstandsvorsitzender der Wohnungsgenossenschaft. "Die genossenschaftlichen Ideale werden hier tatsächlich gelebt. Hier wird keiner allein gelassen. Deshalb können auch hier auch die Senioren noch gut selbständig wohnen", so Schulz stolz. Gute Nachbarschaft, Miteinander und gegenseitige Unterstützung im Alltag seien den Genossenschaftsmitgliedern sehr wichtig. Langfristig attraktivVon den 30 zwischen 2001 und 2005 neu errichteten Wohnungen sind sechs barrierearm. Vier verfügen über einen ebenerdigen Zugang, weitere zwei sind über eine Rampe erreichbar. Alle Wohnungen verfügen über einen durchdachten Grundriss und eine hochwertige Ausstattung. Schulz: "Besonderen Wert haben wir auf geräumige Wohnküchen und große Bäder gelegt." Dadurch sei gewährleistet, dass die Wohnungen dauerhaft attraktiv blieben und die Menschen so lange wie möglich dort wohnen könnten. Einen weiteren Beitrag zur langfristigen Attraktivität der Wohnungen leisteten auch die günstige, innenstadtnahe Lage mit ihren kurzen Wegen zu Einkaufsmöglichkeiten, Freizeiteinrichtungen und Behörden sowie die ansprechende Gestaltung von Fassaden und Außenanlagen. Schulz: "Die Menschen hier wohnen ruhig und doch zentral." Gelungene AufwertungAus Sicht der "Gewohnt gut"-Jury außerdem besonders hervorzuheben: Die Aufwertung des Stadtbildes. Wo heute schmucke Neubauten stehen, waren früher schmucklose 50er Jahre-Häuser. Jurymitglied Dr. Wolfgang Schönfelder: "Die Wohnungsgenossenschaft hat durch ihr beispielhaftes Engagement einen wichtigen Beitrag dazu geleistet, die Anziehungskraft Beeskows als Wohnstadt zu stärken und die Menschen in ihrer Heimat zu verwurzeln." "Die Wohnungsgenossenschaft Beeskow 1959 e.G. zeigt mit diesem Projekt, wie eng genossenschaftliche und kommunale Wohnungsunternehmen mit den Städten verbunden sind. Das Engagement der Wohnungsunternehmen ist wesentliche Voraussetzung für die Zukunftsstärke des Landes Brandenburg", unterstrich MIL-Abteilungsleiter Jürgen Schweinberger. Große InvestitionsleistungIn das Projekt hat die Wohnungsgenossenschaft gut 2,8 Millionen Euro investiert. Finanziert wurde diese Leistung durch Eigenmittel und Darlehen.
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