GEWOBAG FÜR KREUZBERGER "NACHBARSCHAFTSPARK WASSERTOR" MIT GUSTAV-MEYER-PREIS AUSGEZEICHNET

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Am 12. Januar hat Senatsbaudirektor Dr. Hans Stimmann im Wappensaal des Roten Rathauses den diesjährigen Gustav-Meyer-Preis an den GEWOBAG-Verbund verliehen. Stefan Grzimek, Vorstandsmitglied des GEWOBAG-Verbundes, nahm die Ehrung in Form eines Wanderpokals entgegen. Ausgezeichnet wurde der "Nachbarschaftspark Wassertor" in Berlin-Kreuzberg. Die Entwürfe zu der anspruchvollen Freiraumgestaltung des circa 4.800 Quadratmeter umfassenden Areals stammen vom Landschaftsarchitekturbüro Schmidt-Seifert. Traute Blanck, Projektleiterin des GEWOBAG-Verbundes, realisierte das Projekt in den Jahren 2003 bis 2004 gemeinsam mit dem Landschaftsarchitekturbüro und dem Quartiersmanagement ("Aktion Wassertor") im Rahmen des Senatsförderprogramms "Soziale Stadt". Für Stefan Grzimek stellt die Beteiligung der Bewohner einen wichtigen Baustein des Entwicklungsprozesses dar: "Ziel des GEWOBAG-Verbundes und der ‚Aktion Wassertor’ war es, mit dem Park einen weiteren Beitrag zur Verbesserung und Stabilisierung der Nachbarschaftskontakte zu leisten. Das so attraktivierte Umfeld soll die Identifikation der Bewohner mit ‚ihrem Kiez’ unterstützen."Der Kreuzberger Nachbarschaftspark überzeugte die Jury durch ein hohes Niveau bei der Gestaltung, handwerklichen Ausführung und Pflege. Das Preisgericht lobte den Mut zum Projekt: Auf einem früher unscheinbaren und durch Hochhäuser geprägten Areal entstand laut Jury ein "bunter und fröhlicher Park, der gut zu der multikulturellen Umgebung in Kreuzberg passt". Auch die Basketballfläche fügt sich nach der Expertenmeinung in das Gesamtensemble "sehr gut ein, ohne den Raum zu versperren". Besonders positiv hob die Jury die Einbeziehung der Anwohner sowie den Einsatz der ABM-Kräfte hervor.Stefan Grzimek erklärt die übergeordnete Konzeptidee: "Das Thema ‚Wasser’ spielt im Park eine besondere Rolle. Rasenflächen, lustige Sitzgeräte, besonnte Parkbänke und Drehstühle interpretieren maritime Details und sind für einen nachbarschaftlichen Plausch im Grünen bestens geeignet. Für die Jugend bieten Kinderspielbereiche und eine Streetball-Anlage Abwechslung." Kunstobjekte wie Skulpturen und Fresken ermuntern zur Auseinandersetzung mit Kunst und überraschen immer wieder durch interessante Entdeckungen. Nur ein paar Schritte vom Park entfernt lädt ein Spielplatz mit Piratenschiff zu fantasievollen Spielen ein.Mit dem nach Gustav Meyer (1816-1877, erster Stadtgartendirektor Berlins, Schüler und Mitarbeiter von Peter Joseph Lenné) benannten Preis zeichnet die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung im Abstand von zwei Jahren besonders gelungene öffentliche Grünanlagen aus. Im Preisgericht sitzen Experten verschiedener Berufs- und Fachverbände sowie eine unabhängige Person des öffentlichen Lebens. Der Gustav-Meyer-Preis wird in den Kategorien "Anlagen jünger als fünf Jahre" und "Anlagen älter als zehn Jahre" vergeben. Den Nachbarschaftspark des GEWOBAG-Verbundes kürten die Preisrichter in der Kategorie "Anlagen jünger als fünf Jahre" zum diesjährigen Sieger. Eine Ausstellung mit den Projekten und Preisträgern ist während der Internationalen Grünen Woche in der Blumenhalle/Messegelände Berlin zu besichtigen.