Im Vergleich zu den angrenzenden Kiezen entlang der Winsstraße oder am Kollwitzplatz handelt es sich beim Mühlenviertel um ein eher wenig aufgeregtes Quartier, das nun durch das Projekt „Die Mühle“ mehr Aufmerksamkeit erfährt. Durch zahlreiche Aktionen, sogenannte Mikroprojekte, sollen Jugendliche dabei aktiviert, unterstützt und auf einen erfolgreichen Einstieg in Ausbildung und Arbeit vorbereitet werden.
Im Dezember 2016 wurden nun in einem ersten Schritt die oberen vier Etagen des Nottreppenhauses neu gestaltet: Vier Jugendliche brachten mit Unterstützung zweier Profi-Graffiti-Künstler farbenfrohe Landschafts- und Tiermotive auf die Wände. „Wir haben uns Bilder überlegt, die freundlich wirken und möglichst alle an-sprechen“, erklärt der Profi-Sprayer André Drognitz. Bei der Gestaltung wurde auch an die Kinder des Hauses gedacht, auf deren Augenhöhe so manches Detail zu entdecken ist. Natürlich durften sich die Nachwuchs-Künstler zudem mit ihrem ganz persönlichen „Tag“, ihrer Graffiti-Signatur, im Treppenhaus verewigen. Der 16-jährige Maximilian alias 5awO hatte Spaß an der Aktion: „Ich finde es toll zu sehen, was man erreicht hat.“
Die Treppenhausgestaltung im Pieskower Weg stellte für die Jugendlichen eine der seltenen legalen Gelegenheiten dar, sich mit ihrer Kunst einzubringen. „Wenn die Resonanz gut ist, sollen nächstes Jahr weitere Etagen folgen, sodass nach und nach alle 21 Stockwerke in Kooperation mit „Die Mühle“ gestaltet werden“, sagt Franziska Zeisig, Projektverantwortliche bei der Gewobag MB.
Foto: Tina Merkau
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