GEWOBA STARTET DAS VIELLEICHT GRÖSSTE KUNSTPROJEKT POTSDAMS

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Mehr als 400 Potsdamer wohnen in den von den Bewohnern des Wohngebiets Am Stern "D-Zug" genannten vier Gebäuden am Keplerplatz. Die Häuser sind in die Jahre gekommen und bedürfen dringend einer Sanierung. Dies gilt besonders für die grauen Fassaden, die eine Art Schaufenster für das Wohngebiet darstellen. Nur wie, ohne die niedrigen Mieten im Interesse der Mieter nicht übermäßig anheben zu müssen? Auf diese Frage glaubt die Gemeinnützige Wohn- und Baugesellschaft Potsdam mbH eine Antwort gefunden zu haben: Das vielleicht größte Kunstprojekt der Stadt.Die Idee ist einfach: Die Fassaden werden in kleine Stücke aufgeteilt, die die Bewohner für 9,99 Euro „erwerben“ können. Mit dem Obulus erwerben sie das Recht, „ihr“ Fassadenquadrat zu signieren, damit es später jederzeit wiederzuerkennen ist. Um zu testen, ob die Idee in die Praxis umsetzbar ist, startete die Gewoba ein Anschubprojekt unter dem Titel „384 mal seht her! Da bin ich zu Hause! Bewohner signieren ihr Haus“. Am 10. Mai fand ein Workshop statt, in dem gemeinsam mit den Bewohnern Entwürfe für die Fassadengestaltung entwickelt wurden. Nun muss die Frage geklärt werden, wie viele „Fassadenkacheln“ verkauft werden müssen, damit das Geld für die Sanierung zusammen kommt und wie das Ganze zu organisieren ist. Sind diese Fragen geklärt, werden die Bewohner und Nachbarn in einem Aktionstag die ersten Fassadenteile neu gestalten – als Test und Werbung, denn richtig losgehen kann das Projekt erst, wenn genügend Mitstreiter gefunden sind. Finanziert wird die Startphase des Projekts mit Geldern der EU-Förderprogramms „LOS – Lokales Kapital für soziale Zwecke“.