GEWO SÜD RETTET SCHULE IN DER BERLINER LINDENHOF-SIEDLUNG

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Durch ein außergewöhnliches Engagement rettet die Gemeinnützige Wohnungsgenossenschaft Berlin-Süd eG die Grundschule in ihrer Lindhof-Siedlung vor der Schließung. Dies berichtet aktuell die Berliner Morgenpost. Die Lindenhof-Grundschule war von der Schließung bedroht, nachdem das Schulamt Ende 2004 entschieden hatte, die Schule nicht in das Ganztagsschulprogramm aufzunehmen. Da gleichzeitig der Hortbereich der benachbarten Kita aufgelöst wurde, seien berufstätige Eltern gezwungen gewesen, ihre Kinder abmelden. Nu 46 Anmeldungen für die erste Klasse wurden verzeichnet – der Untergang der Schule schien besiegelt.Damit wollte sich die Gewo Süd nicht abfinden. Die Schule sei ein wesentlicher Standortfaktor in der Siedlung, ohne den junge Familien wegziehen müssten, so Vorstandsmitglied Norbert Reinelt gegenüber der Zeitung. Denn das idyllische, grüne Wohngebiet mit den 1.200 Genossenschaftswohnungen habe einen Nachteil: Es liegt umschlossen von S-Bahn-Gleisen und Industrie abgeschieden zwischen Schöneberg und Tempelhof. Um die Schule zu retten, versprach die Genossenschaft im Januar dem BVV-Schulausschuss umfangreiche Hilfe. Innerhalb weniger Wochen konnte ein einvernehmliches Ergebnis erzielt werden, in Rekordzeit wurden alle erforderlichen Genehmigungen beschafft. Die Genossenschaft plant und finanziert den Umbau der Schule zur Ganztagsschule. Durch Investitionen in Höhe von 60.000 Euro sollen die Räume der angrenzenden Kita umgebaut, Sanitäranlagen und ein zweiter Rettungsweg eingerichtet werden. Zusätzlich stellt die Genossenschaft dem Hausmeister der Schule eine Wohnung in ihrer Siedlung, damit auch dessen Dienstwohnung im Gebäude für den Schulbetrieb genutzt werden kann. Als freier Träger für die Nachmittagsbetreuung der Kinder konnte das Nachbarschaftsheim Schöneberg verpflichtet  werden. "Wir haben jetzt mehr als 60 Anmeldungen und sogar eine Warteliste für das kommende Schuljahr", sagt Schulleiterin Gehrke. "Unsere Zukunft ist gesichert."