Die Beamtenhäuser in der Fellertstraße 68-75 sind, wenn auch in die Jahre gekommen, unübersehbar. In den 1920er-Jahren war guter und gesunder Wohnraum knapp und so entschied sich der Magistrat der Stadt Fürstenberg (Oder) den Frankfurter (Oder) Architekten Otto Peter mit Planung und Bau des Gebäudeensembles zu beauftragen. Insbesondere sollten dort Beamte und Angestellte des Magistrats sowie Bedienstete im öffentlichen Dienst angemessen wohnen können. Zugleich wurde nach deren Umzug Wohnraum im Stadtgebiet frei, der der übrigen Bevölkerung zur Verfügung stand. Auch die Selbstversorgerphilosophie des Wohnungsbaus der 20-er Jahre mit Schuppen und kleine Gärten ist noch gut nachzuvollziehen.
Die Gebäude wurden bereits leer gezogen und die Entkernung/Entrümpelung hat vor wenigen Wochen begonnen. Der Bauantrag ist eingereicht. Im Rahmen der Sanierung werden Grundrisse geändert und der Dachboden zu Wohnraum ausgebaut. Notdach-Heschosswohnungen gab es hier bereits in der Nachkriegszeit. Um den Wohnungsbestand nachhaltig bewirtschaften zu können, sollen alle Wohnungen eine Fußbodenheizung erhalten, die mittels Wärmpumpe und Solarstrom betrieben wird. Die bestehenden Wohnungsgrundrisse werden teilweise verändert, um einen modernen und nachgefragten Standard zu erreichen. Geplant sind 2- bis 6-Raum-Wohnungen, die alle über Balkon bzw. Terrasse verfügen werden, bisher gab es ingesamt 36 Wohnungen in den Häusern.
Straßenansicht und Hofansicht des aktuellen Zustands; Copyright: GeWi
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