Das Wohnungsunternehmen plant für die kommenden acht Jahre Investitionen von insgesamt über 400 Millionen Euro. Im Mittelpunkt steht dabei die energetische Grundsanierung des Märkischen Viertels. "Wir beglückwünschen die GESOBAU AG zu diesem zukunftsstarken Entschluss", so BBU-Vorstandsmitglied Ludwig Burkardt. Dem neuen Klimaschutzabkommen zwischen Wohnungswirtschaft und Land Berlin folgten damit schon weniger als eine Woche nach seiner Unterzeichnung erste gewichtige Taten.
Die Sanierungsentscheidung fällte der GESOBAU-Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 13. Dezember. In den kommenden acht Jahren sollen rund 13.000 Wohnungen komplett saniert werden. Ziel sei die Schaffung eines zeitgemäßen Wohnungsangebotes für unterschiedliche Zielgruppen breiter Schichten der Bevölkerung. Hierbei werde insbesondere auch die Ausweitung des Angebots für das Wohnen im Alter berücksichtigt. "Wir wollen ein selbstbestimmtes Leben bis ins hohe Alter ermöglichen", so GESOBAU-Vorstand Jörg Franzen. Nur leicht steigende Bruttomiete Alle Sanierungsmaßnahmen verfolgten das Ziel, den Neubaustandard nach der Energie-Einsparverordnung zu erreichen oder sogar um 30 bzw. 50 Prozent zu unterschreiten. "Wir erzielen damit eine deutliche Klimaschutzwirkung. Und die Mieterinnen und Mieter sparen Betriebskosten von monatlich mehr als 1 Euro pro Quadratmeter" so Franzen. "Im Ergebnis wird die Bruttomiete für die sanierten Wohnungen nach Komplettsanierung durchschnittlich nur geringfügig über der Bruttomiete vor Sanierung liegen". Schwerpunkt energetische SanierungDie Modernisierung werde umfassend sein: Heizungsanlagen, Haustechnik und Elektrik sollen auf den neuesten Stand gebracht und Bäder und Küchen modernisiert werden. Außerdem erhalten die Häuser neue Fenster und rundum gedämmte Gebäudehüllen. Zur Einsparung von Energiekosten werde regenerative Energie erzeugt (Solarthermie). Darüber hinaus würden Eingangsbereiche heller und freundlicher gestaltet, Barrieren abgebaut und Flächen entsiegelt. Für die zeitliche Planung der Maßnahmen spielen u.a. die aktuellen Ausgangssituationen der Bestände eine Rolle. Im nächsten Jahr werde die Sanierung von rund 3.200 Wohnungen beginnen. Die Mieterinnen und Mieter würden rechtzeitig vor Beginn über die Planungen informiert. Um die Sanierungsmaßnahmen zu finanzieren, werde die GESOBAU AG Teile ihrer Jahresüberschüsse der kommenden Jahre investieren. Zudem würden zinsvergünstigte Darlehen aus dem CO2-Gebäudesanierungsprogramm der KfW-Bank in Anspruch genommen.