GESCHÄFTSAKTIVITÄTEN DER INDUSTRIE IN DEN NEUEN BUNDESLÄNDERN STAGNIEREN

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Trotz besserer Zahlen als im Vorjahr haben die Geschäftsaktivitäten der ostdeutschen Industrie nach dem kräftigen Anstieg im März an Schwung verloren. Das ging aus einer IWH-Industrieumfrage unter rund 300 Unternehmen im Mai 2012 hervor. Dem entgegen steht lediglich die positivere Lagebeurteilung im Bereich der Vorleistungsgüter. Mit einem Sommerhoch für Vorleistungsgüter wird von Seiten der Industrie nicht gerechnet. Viel mehr geht man von einem relativ stabilen Geschäftsklima aus, das jedoch – mit Ausnahme der sehr regen Aktivitäten Mitte 2011 –  unter dem Niveau vor Ausbruch der Wirtschafts- und Finanzkrise 2008 liegt. Das liegt jedoch immer noch über dem langfristigen Durchschnitt.Auch die positiven Meldungen der Hersteller von Vorleistungsgütern zeigen eine stabile Geschäftslage. Dennoch erwartet man hier einen deutlichen Rückgang für die nächsten sechs Monate, vor allem im Bereich der Chemischen Industrie. Auch das Investitionsgutgewerbe ist auf einen Abwärtstrend eingeschwenkt, obwohl die Unternehmen aktuell eine ähnlich hohe Zufriedenheit mit der Auftragslage vermelden wie im März 2012.Unbeeinflusst davon ist die Stimmung bei den Herstellern von Ge- und Verbrauchsgütern nach wie vor sehr gut. Entgegen dem allgemeinen Trend hat sich die Lage hier sogar weiter verbessert und befindet sich derzeit auf dem höchsten Niveau seit Jahren. Dabei profitieren die Unternehmen allem Anschein nach von einer starken und stabilen Binnennachfrage auf Grund der Reallohnzuwächse.

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 Kerstin Braun
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Braun
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