Die ANGA Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber will künftig auch die Interessen der Mitgliedsunternehmen des Deutschen Kabelverband (DKV) vertreten.
Nach ANGA-Informationen haben sich der Vorstand der ANGA mit dem DKV und seinen Mitgliedern auf ein Modell verständigt, das innerhalb der Strukturen der ANGA eine gleichberechtigte Vertretung von großen, mittelständischen und kleinen Kabelnetzbetreibern unter Einschluss der herstellenden Industrie gewährleiste. Das neue Modell solle im April 2008 der Mitgliederversammlung der ANGA vorgelegt werden. Nach einem erfolgreichen Zusammenschluss würde der gemeinsame Verband in Deutschland auf unterschiedlichen Netzebenen Unternehmen mit knapp 19 Millionen Kabelkunden vertreten. Die Verbandsbüros in Bonn und Berlin sollen mit ihren derzeitigen Mitarbeitern unter gemeinsamer Führung der derzeitigen Geschäftsführer beider Verbände bestehen bleiben.Die ANGA vertritt bislang die Interessen von mehr als 120 Unternehmen der deutschen Breitbandkabelbranche, darunter Tele Columbus, HanseNet, Kabel Baden-Württemberg, PrimaCom sowie zahlreiche vorwiegend mittelständisch geprägte Kabelnetzbetreiber und Herstellerunternehmen. Im Deutschen Kabelverband haben sich die Telekom-Nachfolgegesellschaften Kabel Deutschland, Unitymedia und Kabel Baden-Württemberg zusammengeschlossen.Bereits im September 2006 hatte sich die ANGA von "ANGA Verband Privater Kabelnetzbetreiber" in "ANGA Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber" umbenannt und dies mit dem Anspruch begründet, die Interessen der gesamten deutschen Kabelbranche zu vertreten. Eine von den Unternehmen der Netzebene 3 unabhängige Interessenvertretung ist bei Realisierung der neuen Struktur von der ANGA nicht mehr zu erwarten. Im Gegenteil werden die in der Vergangenheit vielfach sichtbaren negativen Auswirkungen der Verschmelzung von Netzbetreibern der Gebäudenetze (Netzebene 4) mit den Betreibern der Straßenverteilnetze (Netzebene 3) nun direkt auf die Verbandsebene der ANGA übertragen. Im Verhältnis zur Wohnungswirtschaft nimmt dadurch das Risiko für Interessenkonflikte zu. Auch wenn es künftig noch, wie zum Beispiel beim Urheberrecht, gleichgerichtete Interessen mit der ANGA gibt, wird sich die Summe der Gemeinsamkeiten durch die neue ANGA-Struktur verringern. Der BBU folgert aus dieser Entwicklung, dass die seit vielen Jahren unter anderem von BBU und GdW praktizierte eigenständige Interessenvertretung in Fragen der Medienversorgung künftig noch höhere Bedeutung haben wird. Der GdW Bundesverband Deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen hat zur geplanten ANGA-Struktur in einer Pressemitteilung vom 29.02.2008 kritisch Stellung genommen. Diese Pressemitteilung steht im BBUNet zum Abruf zur Verfügung. GdW-Medieninfo
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17712_PM%2007-08%20Fusion%20ANGA%20DKV
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