Rund 190.000 Wohnungen und damit ca. 12 Prozent aller Mietwohnungen in Berlin sind Genossenschaftswohnungen. Sie leisten einen wichtigen Beitrag zur Versorgung der Bevölkerung mit Wohnraum, vor allem für Haushalte mit geringen und mittleren Einkommen. „Seit ihrer Gründung Ende des 19. Jahrhunderts stehen der Mensch und die Verantwortung für die Gemeinschaft stets im Vordergrund – das ist bis heute so geblieben und hat nichts an Aktualität verloren“, so Staatssekretär Lütke Daldrup.
Die Wohnungsbaugenossenschaften beteiligen sich am dringend benötigten Wohnungsbau in Berlin. Bis zum Jahr 2020 befinden sich rund 7.400 Genossenschaftswohnungen im Bau oder in der Planung.
„Die Wohnungsbaugenossenschaften in Berlin haben Großes geleistet und sich unbestritten Verdienste um die Entwicklung der Stadt erworben. Die langfristige und nachhaltige Bewirtschaftung ihres Bestandes ist ein wesentlicher stabilisierender Faktor für den Berliner Wohnungsmarkt. Deshalb ist uns die Unterstützung des genossenschaftlichen Neubaus ein wichtiges Anliegen“, sagte Frank Bielka, der Neubaubeauftragter des Landes Berlin.Auch bei der Entwicklung der großen Wohnungsbaustandorte im Land Berlin werden die Genossenschaften eingebunden, versicherte der Staatssekretär für Bauen und Wohnen, Engelbert Lütke Daldrup: „Von den rund 50.000 Wohnungen, die in den nächsten Jahren in den 12 großen, neuen Stadtquartiere entstehen, sollen rund 5.000 durch Genossenschaften errichtet werden. Das ist wichtig, um eine gemischte Eigentümerstruktur und damit lebendige Stadtviertel zu schaffen.“
BBU-Vorstand Maren Kern kommentierte: „Berlin braucht bezahlbare Mietwohnungen, unsere Mitgliedsunternehmen bauen sie. Dabei ist es eine sehr gute Nachricht für unsere wachsende Stadt, dass gerade auch die Wohnungsgenossenschaften den Neubau so stark vorantreiben. Sie stehen in besonderem Maße für Nachhaltigkeit und Verwurzelung in den Kiezen. “Allein 2015 wurden von den Berliner Wohnungsgenossenschaften 654 Mietwohnungen fertiggestellt. Bis 2020 wollen sie mindestens 7.400 neue Mietwohnungen errichtet haben. Dabei in Zukunft immer wichtiger: Die Verfügbarkeit von bezahlbarem Bauland. „Hier bauen wir auf die Unterstützung durch das Land Berlin, sowohl mit Blick auf die Zahl der Grundstücke als auch auf die Geschwindigkeit der Verkaufsverfahren“, so Kern.
Insgesamt hat das Land Berlin in den letzten fünf Jahren 25 Grundstücke an Genossenschaften verkauft, bzw. befindet sich gerade in Vertragsverhandlungen. Weiterhin hat der Senat in den Jahren 2012 und 2014 zwei Neubauwettbewerbe für Wohnungsbaugenossenschaften durchgeführt und unterstützt durch Beratungsleistungen der Netzwerkagentur Generationenwohnen auch die Neugründung von Genossenschaften
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