Erbaut für wohlhabende Bürger, besteht das Gebäude in einer für seine Zeit typischen Bauweise aus einem massiven Erdgeschoss aus Ziegeln und Bruchsteinmauerwerk und einem Obergeschoss aus Fachwerk. Nachdem es über die Jahrhunderte zunächst als Gasthof und später als Ladengeschäft genutzt wurde, stand es nach der Wende durch die sinkende Nachfrage nach Einzelhandelsflächen leer – es drohte Verfall.
Nach Zusagen zur Unterstützung der Sanierung durch die Städtebauförderung erwarb die Wohnungsbaugesellschaft (WBG) Elsteraue das Grundstück und sanierte das Gebäude mit viel Aufwand von 2005 bis 2006. Dabei erhielt das Gebäude nicht nur seine bauzeitliche Fassadengestaltung zurück, sondern es gelang auch, wieder Leben in die Räume einziehen zu lassen. So wurde durch den Kunstgriff, das Dach etwas höher anzusetzen, die für heutige Wohnansprüche zu niedrigen Denkenhöhen im Obergeschoss beseitigt, sodass die Wohnungen nach der Sanierung schnell vermietet werden konnten. Heute beherbergt das Denkmal eine Bäckerei mit Cafè und einen Blumenladen. Durch sie konnte sich das Haus am Markt 17 zu einem beliebten Treffpunkt und zum Ort der Kommunikation für die Uebigauer und ihre Gäste entwickeln.
In die Sanierung des Denkmals investierte die WBG Elsteraue rund 770.000 Euro, die mit knapp 200.000 Euro Bundes- und Landesmittel sowie kommunalen Geldern in Höhe von 49.564 Euro unterstützt wurden.
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