GDW: WOHNUNGSWIRTSCHAFT BEIM KONJUNKTURPAKET II NICHT AUSKLAMMERN!

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"Das Konjunkturprogramm II lässt die Wohnungs- und Immobilienwirtschaft, eine Branche mit sehr großer volkswirtschaftlicher Bedeutung, weitestgehend außen vor", kritisierte GdW-Präsident Lutz Freitag im Vorfeld der Anhörung zum Konjunkturpaket II im Bundestag. Immerhin wurden 2006 rund 18,6 Prozent der gesamtwirtschaftlichen Bruttowertschöpfung von der Immobilienwirtschaft direkt erbracht oder indirekt bewirkt. Die Finanzmarktkrise mache allerdings auch vor der Wohnungswirtschaft nicht halt. Zwar verfüge die Branche über stabile Mieteinnahmen sowie ein langfristiges Geschäftsmodell; es sei aber nicht auszuschließen, dass geplante neue Projekte oder Bestandsmodernisierungen sowie erforderliche Umfinanzierungen aufgrund fehlender Finanzierungspartner oder verschlechterter Finanzierungskonditionen zurückgestellt oder aufgegeben werden müssten. "Die Wohnungsunternehmen sind bei ihren umfangreichen Modernisierungsaktivitäten oder Neubaumaßnahmen auf verlässliche Finanzierungspartner angewiesen, da diese Maßnahmen weit überwiegend mit Fremdkapital finanziert werden müssen", so Freitag. Es wäre daher sinnvoll, Wohnungs- und Immobilienunternehmen in das Kredit- und Bürgschaftsprogramm des Konjunkturpaketes II einzubeziehen. Nach dem aktuellen Entwurf des Konjunkturpakets II könnten Wohnungsunternehmen, die eigentlich in den Neubau oder die Modernisierung investieren wollten, bei Finanzierungsproblemen den mit 15 Milliarden Euro ausgestatteten Bürgschaftsrahmen zur Sicherung der Kreditversorgung der Wirtschaft ebenso wie das KfW-Kreditpaket für Unternehmen in Höhe von 100 Milliarden Euro nicht nutzen.Es sei vor dem Hintergrund der besonders hohen Multiplikatoreffekte wohnungswirtschaftlicher Investitionen unverständlich, warum  Mittel aus dem Konjunkturpaket II für Wohnungsunternehmen nicht vorgesehen seien. Weitere positive Konjunkturimpulse wären mit ermäßigten Mehrwertsteuersätzen zu erreichen, wie sie jetzt – auch mit Billigung der Bundesregierung – von der EU vorgesehen werden. "Dies wären wichtige Bausteine für starke wohnungswirtschaftliche Impulse zur Förderung der Konjunktur", erklärte Freitag.