"Die vom GdW bundesweit vertretenen rund 3.000 Wohnungsunternehmen sind Vorreiter im Klimaschutz und gerade auch bei der Steigerung der Energieeffizienz", erklärte Lutz Freitag, Präsident des GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V.
"Innerhalb des Kyoto-Ziels sind in Deutschland für den Bereich Wohnen zwölf Prozent der CO2-Emissionen bis 2012 zu reduzieren. Die Wohnungsunternehmen haben in ihren Beständen das Ziel schon sieben Jahre vorher erzielt und sogar um zwei Prozentpunkte übertroffen", so Freitag. Insgesamt haben GdW-Unternehmen rund 86 Prozent ihres Bestandes teil- oder vollmodernisiert. Seit 1990 wurden weit über 50 Prozent der bewirtschafteten Wohnungen energetisch modernisiert. Die Wohnungsunternehmen investierten von 1992 bis 2006 allein rund 62 Milliarden Euro in die Modernisierung. Bis 2020 werden in diesem Bereich schätzungsweise weitere 50 Milliarden Euro an Investitionen dazukommen, so der GdW. Weitere 71 Milliarden Euro sind zudem in den letzten 15 Jahren für die Instandhaltung der Bestände aufgewendet worden. Der GdW habe fundierte Zahlen im Bereich der Wohnungswirtschaft zu bieten, da bei der jährlichen statistischen Erhebung alle rund 3.000 Wohnungsunternehmen befragt werden, die rund 6,2 Millionen Wohnungen bewirtschaften. Damit erhalte man einen repräsentativen Überblick über rund 30 Prozent des Mietwohnungsmarktes in Deutschland. Die BBR-Studie "Investitionsprozesse im Wohnungsbestand", deren Ergebnisse im Oktober 2007 veröffentlicht wurden, habe dagegen eine Stichprobe von 0,06 Prozent von acht Millionen Wohnungen ausgewertet.Zusätzlich zu den genannten Investitionen haben sich die im GdW organisierten Unternehmen außerdem in den letzten Jahren an allen Modellvorhaben des Bundes zur Steigerung der Energieeffizienz beteiligt. Beim Projekt "Niedrigenergiehaus im Bestand" gehörten in der ersten Phase 18 von 20 beteiligten Unternehmen dem GdW an. Im Programm "Solarthermie 2000" sind von 13 Projekten elf von im GdW organisierten Unternehmen realisiert worden, beim Programm "Ensan" stammen sogar alle acht Modellprojekte von GdW-Unternehmen. Die dabei gesammelten Erfahrungen würden über den GdW und seine Mitgliedsverbände in der gesamten Wohnungswirtschaft verbreitet.Das Engagement der Unternehmen habe unter anderem zur Folge, dass die Mieter von den Betriebskostensteigerungen weit weniger belastet wurden, als es die Steigerung der Energiepreise eigentlich hätte erwarten lassen. Dieses erfolgreiche Engagement der Unternehmen dürfe nun nicht durch ordnungsrechtliche Vorgaben reglementiert werden. "Auch die Politik muss erkennen: Energieeffizienz setzt wirtschaftliche Effizienz voraus!", so der GdW-Präsident. Der GdW fordert die Bundesregierung auf, dies in den weiteren parlamentarischen Beratungen zum Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz und Erneuerbare Energien-Gesetz zu berücksichtigen.