In Auswertung des diesjährigen Stadtumbaukongresses in Leipzig haben wir den Geschäftsführer der WIS Wohnungsbaugesellschaft im Spreewald, Michael Jakobs, der im Rahmen der Podiumsdiskussion eindringlich die Position der BBU-Mitgliedsunternehmen vertrat, um seine Einschätzung des Kongresses gebeten.
Dazu übermittelte uns Herr Jakobs das Folgende:"In ihren einleitenden Beiträgen beleuchteten GdW-Präsident Lutz Freitag sowie die Verbandsdirektoren der Regionalverbände in Sachsen und Sachsen-Anhalt, Siegfried Schneider und Dr. Axel Viehweger, von der Bevölkerungsentwicklung über die zweite Leerstandswelle bis hin zur Forderung nach erheblichen Mitteln für den Stadtumbau Ost und die Realisierung der Altschuldenhilfe mit dem Grundsatz "Wohnungen weg, Schulden weg" die wesentlichen Themen der gegenwärtigen Stadtumbau-Debatte und führten den Kongressteilnehmern deutlich vor Augen: Die Wohnungswirtschaft zieht an einem Strang. Anschließend machten der Geschäftsführer der Stralsunder Wohnungsbaugesellschaft, Dieter Vetter, und der Vorstand des Bauverein Halle & Leuna, Guido Schwarzendahl, deutlich, zu welchen Leistungen die kommunalen Gesellschaften und die Genossenschaften in der Stadtentwicklung und im Stadtumbau in der Lage sind, welchen Mehrwert, welche Stadtrendite sie erwirtschaften und wie sie sich dadurch im gesellschaftlichen Prozess unverzichtbar machen. Höchst engagiert und emotional verdeutlichte GdW-Präsident Lutz Freitag in seinem anschließenden Vortrag, welche verheerenden Folgen die dauerhaft ungelöste Frage der Altschulden hätte.Auf der Grundlage eines detaillierten Stadtumbauberichtes aus Guben, der unter Beweis stellte, dass die Abriss- und Stadtumbauleistungen in keiner Weise ohne Altschuldenhilfe und Stadtumbauförderung zu stemmen wären, stellten das BBU-Vorstandsmitglied Maren Kern und Jurst Rieke vom Verband der Wohnungswirtschaft Sachsen-Anhalt pointierte Fragen zum unbedingten Erfordernis des auch zukünftig notwendigen Stadtumbau Ost, der Altschuldenhilfe und der Stadtumbauförderung. In der sich anschließenden Gesprächsrunde ließen weder der Mieterbund oder Thüringer Bauministerium, noch der Chef der DKB oder die Wohnungsunternehmen aus Gera und Lübbenau einen Zweifel an der Ernsthaftigkeit und Entschlossenheit der Forderung nach staatlicher Hilfe zur Begleitung des Stadtumbaus. Immer wieder wurde deutlich gemacht, dass es hier nicht in erster Linie um eine Unternehmensförderung zur Gesundung einzelner Wohnungsunternehmen geht, sondern dass die Hauptakteure des Stadtumbaus, nämlich die kommunalen Wohnungsunternehmen und die Wohnungsgenossenschaften, in ihrer gesellschaftlichen übergreifenden Aufgabe selbstverständlich unterstützt werden müssen.Der Staatssekretär des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, die wohnungspolitischen Sprecher und Bauausschussmitglieder des Deutschen Bundestages betonten ihr Verständnis für die Priorität der Aufgabe und kündigten ihre Unterstützung bei den zu treffenden Entscheidungen an, ohne allerdings zeitlich oder finanziell klare Aussagen zu machen. In der Zusammenfassung des Kongresstages formulierte Maren Kern vom BBU die Forderungen der Wohnungswirtschaft klar und mit Nachdruck. Dabei ließ sie keinen Zweifel daran, dass die Branche auch in Zukunft nicht von ihren Forderungen an die Politik ablassen wird. Ingesamt gab die Veranstaltung mit ihren Inhalten und der sehr guten Resonanz der Kollegen aus der Wohnungswirtschaft ein wichtiges Signal an die Politik. Dennoch darf die Branche nun nicht müde werden, in zahlreichen Gesprächen auf allen politischen die notwendige Unterstützung für den Stadtumbau in den neuen Ländern einzufordern. Denn: Wir sind in diesen Wochen und Monaten in einer entscheidenden Phase zur zukünftigen Entwicklung unserer Städte."In Ergänzung dieser Einschätzungen Michael Jakobs’ stellen wir Ihnen im BBU-Net ferner das hier bereits erwähnte Schlusswort von BBU-Vorstandsmitglied Maren Kern zum Nachlesen zur Verfügung. Download des Schlussworts von Maren Kern
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DD916_StadtumbauKongr_Schlusswort_Kern
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